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Energieeinsparung soll Rendite bringen

Neue Finanzierungsmethode adressiert kreditscheue Kunden

28.05.2015, 09:30

Gebäude mit Gerüst
Pensionsfonds sollen Renditechancen in der Gebäudesanierung nutzen. © P. Grund-Ludwig

Ein geschlossener Fonds, der sich aus den Mitteln von Lebensversicherungen und Pensionsfonds speist, die derzeit nach langfristigen Anlagemöglichkeiten suchen, könnte ein Finanzierungsinstrument sein, mit dem sich auch bei der Gebäudesanierung etwas bewegen lässt. Eine Prüfung dieser Option schlagen Fachleute des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung vor. Sie greifen damit einen Vorschlag der Kommission zur Stärkung der Investitionen auf, die das Bundeswirtschaftsministerium eingesetzt hat. Die hat vor kurzem einen ersten Bericht vorgelegt, in dem auch die Gebäudesanierung eine Rolle spielt.

Angesichts der derzeitigen Zinserträge bei anderen Anlageformen könnten die so zu erzielenden relativ niedrigen garantierten Renditen im unteren einstelligen Bereich ein Anreiz sein zu investieren, sagen sie. Das Konstrukt wäre ähnlich wie beim Energieeinspar-Contracting. Das funktioniert im Prinzip so, dass ein Contracting-Unternehmen in die Gebäudesanierung investiert und mit dem Minderverbrauch an Energie und den daraus resultierenden Einsparungen seine Investitionen refinanziert.

Nutzerverhalten bestimmt Rendite mit

Besonders verbreitet ist das aber bislang nicht, denn das Modell ist mit vielen Unsicherheiten behaftet. Verhalten sich die Nutzer wie erwartet? Wie entwickeln sich die Energiepreise mittelfristig, lassen sich die erwarteten Einnahmen wirklich generieren? Das mindert die Attraktivität für gängige Anbieter. Vor allem durch eine mögliche Streuung des Risikos über viele Objekte könnte der von den Berliner Forschern vorgeschlagene neue Ansatz aber Vorteile haben. Es könnte möglich sein, "über Unternehmensgrößeneffekte die Verwaltungskosten zu senken bei gleichzeitig verbesserten Möglichkeiten der Risikodiversifizierung", argumentiert Professor Karsten Neuhoff, der das Modell mit entwickelt hat. Auch wenn in einem Gebäude die Effekte nicht erzielt werden, weil die Bewohner mehr heizen oder die Sanierung nicht den erwünschten Erfolg gebracht hat wird dies nicht in allen Objekten der Fall sein. Gute und schlechte Sanierungsergebnisse ließen sich ausgleichen. Das Modell werde damit interessant für neue Investoren, da das Risiko gepoolt werden könne. "Dazu bedarf es zugleich vereinheitlichender Rahmenbedingungen, um die Projekte umzusetzen und vermutlich am Anfang eine staatliche Garantie oder einen Zuschuss", erklärt der Wirtschaftsexperte sein Modell.

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