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Energieagenturen in Baden-Württemberg informieren

Mehr Power für Sanierung durch Eigentümergemeinschaften

10.07.2014, 06:30

Wohnungseigentümergemeinschaften gelten als eine der Gruppen, die sich bei der Durchführung von Maßnahmen zur Gebäudesanierung noch sehr zurückhalten. Eine Informationsoffensive in Baden-Württemberg versucht, die Sanierungsquote bei dieser Gruppe von Haubesitzern zu erhöhen.

Das Land hat ein eigenes Wohnraumförderprogramm aufgelegt, das in der jüngsten Fassung seit 1. April 2014 in Kraft ist. Wie die Förderung nach dem neuen Programm aussieht, stellte die L-Bank auf dem Verbandstag des GIH Baden-Württemberg vor.

Entsprechende KfW-Kredite werden durchgeleitet und derzeit mit einer Zinsverbilligung auf 0 Prozent Zinsen gefördert. Am besten kommen Einzelmaßnahmen an, die sind mit 50.000 Euro pro Wohneinheit förderfähig. Gefördert werden Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen oder Geschossdecken, die  Erneuerung der Fenster und Außentüren, die Erneuerung oder der Einbau einer Lüftungsanlage, die Erneuerung der Heizungsanlage sowie die Optimierung der Wärmeverteilung bei bestehenden Heizungsanlagen. Seit 2014 sind auch Laufzeiten von 20 Jahren für die Kredite möglich, die Zinsbindung endet dann aber nach zehn Jahren. Das Land übernimmt für die Kredite eine Ausfallbürgschaft.

Miteigentümer haften nicht gesamtschuldnerisch für alle Anteilseigner, sondern nur entsprechend ihrem eigenen Anteil. Gewünscht ist, dass aus Haftungsgründen die Anfragen von einem professionellen Hausverwalter kommen, der mit einer entsprechenden Haftpflicht auftreten kann. Auch Anfragen privater Verwalter würden aber geprüft, versicherte Irinia Pedschajew, Teamleiterin für Wohnungseigentümergemeinschaften bei der L-Bank.

Nicht nur die Banken, auch die Energieagenturen in Baden-Württemberg wollen die Wohnungseigentümergemeinschaften stärker adressieren. Mit gutem Grund: Über 30 Prozent aller Wohnungen in Baden-Württemberg sind Eigentumswohnungen, die als WEGen verwaltet werden. In Ballungszentren sind es sogar bis zu 50 Prozent. Die Energieagentur Regio Freiburg hat ein Netzwerk aufgebaut, in dem Informationen ausgetauscht werden können und Expertenwissen zur Verfügung gestellt wird. In mehreren Städten im Ländle gibt es Informationsveranstaltungen vor Ort, die nächste findet Ende Juli 2014 in Karlsruhe statt. pgl

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