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Energieeffizienz spielt beim Kauf keine so große Rolle mehr

Makler raten von Sanierung vor Verkauf ab

07.08.2013, 07:00

Eingerüstetes Gebäude
Makler raten seltener zu einer Sanierung vor dem Verkauf einer Immobilie. © Berres/ EnBauSa.de

Energieeffizienz spielt beim Verkauf von Immobilien nicht mehr eine so große Rolle wie in den vergangenen Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt der Marktmonitor Immobilien 2013, der von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und dem Immobilienportal Immowelt erstellt wird.

Eines der spannendsten Ergebnisse sind die Sanierungsempfehlungen durch Makler an Eigentümer. Makler raten zwar in der Mehrzahl der Fälle immer noch zu Sanierungen, aber deutlich weniger als dies früher der Fall war. Die Empfehlungsrate für eine Dachdämmung geht von 80 auf 66 Prozent zurück, bei der Fassadendämmung von 60 auf 40 Prozent. Brennwertheizungen befinden sich als günstige Maßnahme mit 51 Prozent auf einem Höchststand. 18 Prozent der Makler raten bei Kaufimmobilien von Sanierungsmaßnahmen generell ab.

Die Atomkatastrophe von Fukushima hatte 2011 für gesteigerte Aufmerksamkeit rund um Energieeffizienz gesorgt, inzwischen erreicht sie wieder sehr erheblich weniger Beachtung. "Das Thema Energieeffizienz ist wieder in der Vor-Fukushima-Realität angekommen", so die Studie. Eine der Erklärungen dafür ist, dass der Markt sich zunehmend zu einem vom Verkäufer oder Vermieter dominierten Markt entwickelt. Das habe zur Folge, dass Preise steigen und auch Objekte mit einem oder mehreren Negativfaktoren neue Besitzer oder Mieter finden, so die Studie weiter.

Die Aussagen sind aber relativ. Immer noch gehen 55 Prozent der Befragten von einer positiven Auswirkung des Sanierungsniveaus auf den Kaufpreis aus. Bei Mieten ist das nicht ganz so stark der Fall. Mieter sind eher bereit, für eine gewisse Zeit höhere Energiekosten zu bezahlen, da sie eine Mietwohnung mit überschaubarem Aufwand wechseln können.

Ein weiteres Ergebnis: Im Osten werden die Auswirkungen eines hohen energetischen Standards auf die Vermarktung von Kauf- und Mietimmobilien geringer eingeschätzt als in der restlichen Republik. Das liege an der weit geöffneten Schere auf dem Immobilienmarkt. Es gebe dort zwei Kategorien, die kaum in Konkurrenz träten: viele Immobilien mit hohem energetischen Standard, die in den vergangenen zehn bis 15 Jahren neu gebaut oder saniert wurden und andererseits viele auf niedrigem energetischem Niveau. Im Norden sei das anders, da sei die Konkurrenz zwischen den Segmenten größer, so die Studie. Fragen nach dem Energieausweis gibt es mittlerweile auch bei Mietobjekten häufiger, sie sind aber nach wie vor nicht die Regel. Jeder dritte fragt vor der Vermietung danach, jeder zweite beim Kauf.
Quelle: Marktmonitor 2013 / pgl

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