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Förderprogramme sollen Gebäudesanierung unterstützen

Litauen will Stadtquartiere energieeffizienter machen

18.06.2015, 08:45

Altstadt von Vilnius
Litauen arbeitet an weiteren Möglichkeiten zur Verbesserung der städtischen Energieeffizienz. © ehuth / Pixelio

Litauen möchte nicht nur die energetische Gebäudesanierung vorantreiben. Die Stadtquartiere sollen rundum energieeffizienter werden und mehr erneuerbare Energien nutzen. Seit April 2015 unterstützt ein deutsches Beratungshilfeprojekt dabei.

Im Projekt soll ein mit dem deutschen KfW-Programm zur energetischen Stadtsanierung vergleichbares Förderprogramm entwickelt werden. Neu und innovativ ist, dass das Programm einen sektorübergreifenden und integrierenden Ansatz verfolgt, um größtmögliche Energieeinsparungen zu erreichen. Gleichzeitig werden Pilotprojekte in drei beispielhaften litauischen Städten unterstützt. Die Erkenntnisse sollen dann anderen litauischen Gemeinden und osteuropäischen Staaten zur Verfügung gestellt werden.

In Litauen leben rund zwei Drittel der Bevölkerung in Mehrfamilienhäusern, die vor 1993 in industrieller Bauweise errichtet wurden. Aufgrund des hohen energetischen Sanierungsbedarfs initiierte die litauische Regierung bereits 2005 ein Förderprogramm zur Gebäudesanierung, das 2009 durch die Möglichkeit der Nutzung europäischer Fördergelder erweitert werden konnte. Litauen ist nun daran interessiert, mit einem sektorübergreifenden und integrierenden Ansatz weitere Möglichkeiten zur Verbesserung der städtischen Energieeffizienz zu schaffen.

Maßnahmen wie die Anpassung oder Erneuerung der Wärmeproduktions- und Versorgungssysteme, nachhaltige Mobilitätskonzepte, eine Neugestaltung des Wohnumfelds sowie der Einsatz von erneuerbaren Energien sollen auf Quartiersebene miteinander verzahnt werden, um größtmögliche Energieeinsparungen zu erreichen.

Im Zentrum des Projekts steht die Beratung des litauischen Umweltministeriums bei der Entwicklung eines Förderprogramms zur energetischen Quartierssanierung, das sich am Konzept des KfW-Programms orientiert und gleichzeitig in die litauischen Rahmenbedingungen passt. Weitere Projektaktivitäten sind unter anderem die beispielhafte Ausarbeitung von energetischen Quartierskonzepten für jeweils ein Stadtquartier in den Kommunen Šiauliai, Utena und Birštonas sowie die Verbreitung des vermittelten Wissens und der gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen an andere litauische Kommunen. Projektergebnisse sollen unter anderem eine Informationsbroschüre zur integrierten energetischen Stadtentwicklung, ein Leitfaden für litauische Kommunen sowie die drei beispielhaften Quartierskonzepte mit ausgewählten Pilotprojekten sein. Quelle: UBA / bba

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