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Halbierung der Mittel steht im Haushalt

KfW-Gelder für Sanierung sind wieder frei

28.01.2010, 09:37

Ab sofort kann die KfW wieder Zusagen für Kredite aus den Programmen zur CO2-Gebäudesanierung vergeben. Bundesbauminister Peter Ramsauer hatte vorgeschlagen, im Vorgriff auf den Haushalt 2010 die Programme schon jetzt weiter zu bedienen. Seit Anfang des Jahres waren aufgrund des nicht verabschiedeten Haushalts Kreditzusagen nicht mehr möglich.

Der jetzige Schritt sorgt für Erleichterung. "Für umweltbewusste Häuslebauer und Sanierer sind das gute Nachrichten", meinte Ramsauer. Allerdings gibt es einen großen Wermutstropfen: Insgesamt ist das Kreditvolumen 2010 nur halb so groß wie im vergangenen Jahr. 2009 wurden Kredite in Höhe von 2,2 Milliarden Euro vergeben, dieses Jahr sind nur noch 1,1 Milliarden Euro im Topf. In den vergangenen beiden Jahren war der Willen der Hausbesitzer zur Sanierung hoch. Es wurden so viel Mittel beantragt, dass auf die kommenden Jahre vorgegriffen wurde. Was passiert, wenn die Gelder dieses Jahr ausgeschöpft sind, ist noch offen.

Der Europäische Verband der Energie- und Umweltschutzberater (EVEU) begrüßt die sofortige Mittelfreigabe, kritisiert jedoch die Reduktion. "Sollten sich diese Zahlen bestätigen, wäre dies nach Ansicht des EVEU ein fataler Rückschritt für den Klimaschutz in Deutschland und für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm, das Ramsauer selbst vor kurzem noch als "ein gigantisches Erfolgsprogramm" bezeichnete. Für den Verband steht die Reduzierung der Fördergelder zudem im krassen Widerspruch zur eigenen Ankündigung der Regierungsparteien im Koalitionsvertrag, "das CO2-Gebäudesanierungsprogramm wirkungsvoller auszugestalten, um die derzeitige Sanierungsquote zu steigern". Die Auffassung, die Fördergelder zu halbieren und gleichzeitig die Sanierungsquote steigern zu können, sei "völlig unrealistisch", sagte EVEU-Geschäftsführer Franz Sedlmeier. pgl

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