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Investitionen sollen um 2,5 Prozent wachsen

KfW: 2015 kommen 260.000 neue Wohnungen

02.03.2015, 12:15

Nachverdichtung im Bestand
260.000 Wohnungen sollen 2015 entstehen. © B. Baumann

Der Wohnungsbau in Deutschland boomt weiter. Die Investitionen in Wohnungsneubau und -bestand stiegen im Jahr 2014 um 3,7 Prozent, die Zahl fertig gestellter neuer Wohnungen erreichte mit rund 250.000 einen Rekord. Dem Zentralverband Deutsches Baugewerbe ist das zu wenig, es werde gerade einmal der Bedarf gedeckt, aber die Defizite aus den Vorjahren nicht wettgemacht, so der Verband.

KfW Research rechnet für 2015 mit der Fertigstellung von etwa 260.000 neuen Wohnungen, wie das aktuelle KfW-Investbarometer belegt.

Das Wachstum der Wohnungsbauinvestitionen wird etwas gebremst, dürfte 2015 aber immer noch ein Plus von 2,5 Prozent erreichen. "Der Wohnungsbau in Deutschland erlebt weiter eine Sonderkonjunktur", sagt Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. "Treibende Faktoren für steigende Wohnungsbauinvestitionen sind neben höherem Einkommen und niedrigen Zinsen für Immobilienkredite auch die Wertsteigerung der Immobilien in vielen Regionen und nicht zuletzt die hohe Zuwanderung."

In den vergangenen fünf Jahren sind 1,7 Millionen Menschen mehr nach Deutschland ein- als ausgewandert. 2015 dürften weitere 500.000 Zuwanderer dazukommen, 300.000 davon aus EU-Staaten. Das erhöht die Nachfrage nach Mietwohnungen und stimuliert Wohnungsbauinvestitionen.

Neben der Zuwanderung sorgen die steigenden Einkommen und das historisch niedrige Zinsniveau für Investitionszuwächse: Ende 2014 betrug der durchschnittliche Effektivzins für Wohnungsbaukredite an private Haushalte mit einer Zinsbindung von über 10 Jahren 2,3 Prozent. Die Nettomietrendite von vermieteten Eigentumswohnungen lag 2014 bei durchschnittlich 3 Prozent. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Umlaufrendite für – risikoarme – börsennotierte Bundeswertpapiere lag gleichzeitig bei nur 0,6 Prozent.

Infolge der steigenden Nachfrage nach Wohnraum zogen die Immobilienpreise im vergangenen Jahr nochmals kräftig an. Gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser waren 2014 zwischen 4 und 7 Prozent teurer, wobei die Preissteigerung in wachsenden Großstädten am oberen Ende lag. Dieser Preisanstieg bringt Immobilienbesitzern erhebliche Vermögenszuwächse.

Von 2010 bis 2014 stieg das Nettoanlagevermögen in Wohnbauten in Deutschland um 560 Milliarden Euro auf 4,6 Billionen Euro (plus 15 Prozent) – bewertet mit Wiederbeschaffungspreisen. In einigen Regionen halten die Mieten nicht mehr mit den Preissteigerungen Schritt. Einerseits fallen daher die Mietrenditen, was den Preisanstieg bremsen sollte. Andererseits werden in Erwartung weiter steigender Preise Bestände mit höheren Risiken erworben. Diese Entwicklung gilt es regional zu beobachten und gegebenenfalls zu bremsen.

Deutschlandweit ist die Entwicklung der Immobilienpreise deutlich moderater. Es besteht weder ein globales Wohnungsüberangebot noch eine Kreditschwemme; Immobilieninvestitionen sind solide finanziert, erhöhen in der Summe das Vermögen der privaten Haushalte und kompensieren so einen Teil der fehlenden Zinserträge infolge der niedrigen Inflation und des moderaten europäischen Wachstums. Quelle: KfW / pgl

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