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München, Stuttgart und Frankfurt am teuersten

Kaltmieten steigen gegenüber 2012 um 3,1 Prozent

18.10.2013, 09:50

Die Neuvertragsmieten für Wohnungen in Deutschland sind im vergangenen Jahr flächendeckend in allen Wohnwert- und Baualtersklassen sowie in allen Städtegrößen moderat angestiegen. Dies ist das zentrale Ergebnis des IVD-Wohn-Preisspiegels 2013/2014.

Im Deutschland-Durchschnitt zahlt man für eine Wohnung mit mittlerem Wohnwert, die nach 1949 entstanden ist, 5,75 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter. Das entspricht einer Entwicklung gegenüber dem Vorjahr um plus 3,1 Prozent.

Die Bandbreite ist bei den Mieten sehr hoch. In München, dem mit Abstand teuersten deutschen Wohnungsmarkt, liegt der Mietpreis für eine Wohnung doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. In den zehn größten Städten liegt die Durchschnittsmiete für Wohnungen mit mittlerem Wohnwert, die vor 1948 errichtet worden sind, bei 7,90 Euro pro Quadratmeter. Dies entspricht einem durchschnittlichen Mietanstieg von 4,87 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auf den ersten beiden Plätzen im Ranking der teuersten deutschen Städte sind München (12,60 Euro, +5,00 Prozent) und Stuttgart (10 Euro, +4,17 Prozent) zu finden. An dritter Stelle folgt Frankfurt/Main mit 9,30 Euro pro Quadratmeter (+2,20 Prozent.). In Frankfurt/Main liegt die Mietentwicklung damit nur knapp über der Inflationsrate. In Düsseldorf sind die Mieten konstant geblieben.

Für Wohnungen mit mittlerem Wohnwert, die nach 1949 in den zehn größten Städten Deutschlands errichtet worden sind, liegt die Durchschnittsmiete bei 8,27 Euro pro Quadratmeter (+5,37 Prozent). Die höchsten Mieten werden in München (11,90 Euro, +6,25 Prozent), in Stuttgart (10 Euro, +4,17 Prozent) und Hamburg (8,95 Euro, +5,29 Prozent) gezahlt.

Real betrachtet seien die Mieten in den vergangenen 20 Jahren sogar deutlich gesunken, da sich das Preisniveau im selben Zeitraum um rund 38 Prozent erhöht habe, die Mieten in Deutschland aber nur um 5,8 Prozent gestiegen seien, so der IVD. Im Ergebnis lägen die inflationsbereinigten Mieten 2013 im bundesweiten Schnitt 23,33 Prozent und die Mieten der zehn größten Städte um 15,91 Prozent unter dem Niveau von 1993.

Die ermittelten Mieten für Neubauwohnungen liegen deutschlandweit im mittleren Segment bei rund 7,04 Euro pro Quadratmeter. Damit beläuft sich das Plus auf 3,7 Prozent. In den Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern liegen sie in der mittleren Wohnwertkategorie bei 9,63 Euro und mit gutem Wohnwert bei 11 Euro pro Quadratmeter.

Die positive Seite steigender Mieten sei, dass diese den Neubau ankurbelten. Für private Investoren werde der Mietwohnungsneubau wieder attraktiver. Die Zunahme der seit gut vier Jahren gestiegenen Baugenehmigungen spiegelten sich langsam am Markt und der Preisentwicklung wider. "Dennoch ist das steigende Mietniveau der entscheidende Anreiz für Investitionen in den Wohnungsbau, sei es bei der energetischen Modernisierung von Gebäuden oder im Neubau", erklärt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Immobilienverbandes IVD. Er sprach sich gegen eine Deckelung der Mieten aus, da das zu einer geringeren Neubauquote führe. Quelle: IVD / pgl

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