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2012: Förderzusagen für Maßnahmen an über 242.000 Wohnungen

IWU fasst Ergebnisse der KfW-Förderung zusammen

21.01.2014, 08:15

Das Institut für Wohnen und Umwelt, Darmstadt, und die Abteilung Energiesystemanalyse des Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM haben einen Bericht zu den Ergebnissen der KfW-Förderprogramme zur Gebäudesanierung und zum Neubau vorgelegt.

2012 wurden fast 88.000 Förderzusagen für Maßnahmen an über 242.000 Wohnungen erteilt. Gefördert wurden sowohl Einzelmaßnahmen und Maßnahmenkombinationen als auch Gesamtpakete zur Erreichung eines der verschiedenen KfW-Effizienzhausstandards. Neu hinzugekommen ist der Förderstandard "KfW Effizienzhaus Denkmal", der für Baudenkmale und besonders erhaltenswerte Bausubstanz in Anspruch genommen werden kann.

In etwa 63 Prozent der geförderten Gebäude, bei den KfW Effizienzhäusern in nahezu 100 Prozent der Fälle, wurden Wärmedämmmaßnahmen durchgeführt. Die Qualitätsniveaus liegen dabei deutlich über den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) an Bestandsmaßnahmen. Eine Erneuerung der Heizung fand in mehr als der Hälfte der Förderfälle statt, bei Erreichung eines KfW Effizienzhausstandards gilt dies für etwa 79 Prozent der Fälle. Solaranlagen (Solarthermie beziehungsweise Fotovoltaik) wurden bei 21 Prozent der geförderten Modernisierungsvorhaben beziehungsweise bei 53 Prozent der geförderten KfW-Effizienzhäuser eingebaut. Lüftungsanlagen, zumeist mit Wärmerückgewinnung, wurden bei etwa 6 Prozent der Förderfälle installiert.

Bei Inanspruchnahme des Programms "Energieeffizient Sanieren" wird in den meisten Fällen auch eine Wärmedämmung durchgeführt am Dach, der Obergeschossdecke oder der Außenwand. Eine Erneuerung der Fenster (vollständig oder teilweise) wurde 2012 in 61 Prozent der Fälle durchgeführt.

Der zumeist eingebaute neue Haupt-Wärmeerzeuger ist der Erdgaskessel mit zwei Dritteln der Anlagen, Öl und Biomasse liegen ziemlich gleichauf. Bei den Erdgaskesseln handelt es sich in 91 Prozent der Fälle um Brennwertkessel und bei 9 Prozent um Niedertemperaturkessel.

Bei den neuen Wärmepumpen sind monovalente Anlagen in 29 Prozent der Fälle vertreten, bivalente Systeme mit ergänzendem Heizkessel beziehungsweise elektrischem Heizstab überwiegen. Als Wärmequelle wird in 29 Prozent der Fälle Erdreich beziehungsweise Grundwasser, in mehr als der Hälfte der Fälle (58 Prozent) Außenluft, bei 13 Prozent auch die Abluft einer Lüftungsanlage genutzt. Vielfach werden auch Solaranlagen zur Heizungsunterstützung eingebaut.

Im Jahr 2012 wurden in dem Programm "Energieeffizient Bauen" etwa 66.000 Neubauvorhaben mit mehr als 115.000 Wohnungen gefördert. Gemessen an der Zahl der Baugenehmigungen im Jahr 2012 erreicht die Förderung damit einen Anteil von etwa 55 Prozent am deutschen Wohnungsneubau.

Besonders häufig vertreten sind das einschalige Mauerwerk mit zusätzlicher Wärmedämmung (Anteil 32 Prozent) und der wärmegedämmte Holzbau (24 Prozent). Das einschalige Mauerwerk erreicht 22 Prozent, wenn zu den Wänden ohne Wärmedämmstoffe (stattdessen mit gut dämmenden Mauersteinen, Anteil 17 Prozent) diejenigen addiert werden, die aus Mauersteinen mit dämmstoffgefüllten Kammern errichtet wurden (5 Prozent). Dem zweischaligen Mauerwerk (mit Dämmung im Zwischenraum zwischen den beiden Schalen) kam ein Anteil von 19 Prozent zu.

Das erreichte Wärmeschutzniveau liegt deutlich über dem EnEV-Neubau-Standard. Im Durchschnitt wurde der nach EnEV definierte Grenzwert für den spezifischen Transmissionswärmeverlust um ungefähr 43 Prozent unterschritten. Die geförderten Neubauten werden am häufigsten (zu 48 Prozent) mit elektrischen Wärmepumpen beheizt. Gasheizungen (überwiegend Erdgas) haben einen Anteil von 32 Prozent, Fernwärmeheizungenvon 13 Prozent und Biomasseheizungen von etwa 8 Prozent. Heizöl wird nur sehr selten als Hauptenergieträger eingesetzt. Solaranlagen (Solarthermie beziehungsweise Fotovoltaik) wurden an 47 Prozent der Gebäude installiert, Lüftungsanlagen (diese ganz überwiegend mit Wärmerückgewinnung) in 59 Prozent der Gebäude.

Die jährlichen Heizkosteneinsparungen gegenüber dem EnEV-Referenzfall ergeben sich für die Förderfälle des Jahres 2012 zu einem Betrag von rund 44 Millionen Euro pro Jahr. Über eine Nutzungsdauer von 30 Jahren ergeben sich Gesamteinsparungen an Heizkosten für die geförderten Fälle von rund 1,2 Milliarden Euro (auf das Jahr 2012 abdiskontierter Barwert). Quelle:IWU / pgl

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