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Vor allem für kleinere Eigentümergemeinschaften sind Pauschalen angedacht

Immobilienverwalter wollen 2016 mehr Geld

02.05.2016, 08:12

Auf die Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) in Deutschland kommen deutliche Preissteigerungen zu. Drei Viertel aller professionellen Immobilienverwalter planen, die Verwaltungsgebühr in diesem Jahr zu erhöhen. Im Durchschnitt streben sie eine Preissteigerung um fünf Prozent an. Bereits 2015 haben 70 Prozent der Immobilienverwalter die Grundvergütung angehoben, und zwar um durchschnittlich sechs Prozent.

"Die Anforderungen an die Immobilienverwalter werden immer umfangreicher", kommentiert DDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler das Ergebnis des Branchenbarometers. "Die Qualität der Dienstleistung muss sich auch in der Vergütungsstruktur widerspiegeln. Deshalb ist eine maßvolle Erhöhung der Vergütungen unumgänglich." Die zunehmende Komplexität wirke sich auf die Struktur der Verwalterbranche aus. "Kleine Unternehmen mit weniger als 400 vermieteten Einheiten werden es künftig schwer haben, Neukunden zu gewinnen und sich erfolgreich am Markt zu behaupten", prognostiziert DDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler. "Denn immer mehr Wohnungseigentümergemeinschaften entscheiden sich für eine professionelle Verwaltung mit spezialisierten Mitarbeitern."

Traditionell ist die Verwalterbranche kleinteilig und regional geprägt. Dem 4. DDIV-Branchenbarometer zufolge machen Kleinstverwaltungen, die nicht mehr als 400 Einheiten verwalten, derzeit noch 27,2 Prozent aller Verwaltungsunternehmen aus. Nur 12,2 Prozent gehören in die Kategorie der großen Verwaltungen mit mindestens 3.000 verwalteten Einheiten.

Verschärft wird der Konkurrenzkampf durch den sich zuspitzenden Fachkräftemangel. Laut dem 4. DDIV-Branchenbarometer erwarten 80 Prozent der Verwaltungsunternehmen einen Fachkräftemangel. 2014 waren es erst 62 Prozent gewesen. Jedes zweite Unternehmen erhält bereits jetzt auf ausgeschriebene Stellen nicht genügend Bewerbungen, und vier von fünf Unternehmen beklagen die fehlende Qualifikation der Bewerber.

"Kleine Eigentümergemeinschaften tun sich immer schwerer damit, eine professionelle Verwaltung zu finden", stellt Kaßler fest. 86 Prozent der Verwaltungen lehnten 2015 die Übernahme von Verwaltungsmandaten ab, wobei sie als Hauptgrund die fehlende Größe der Eigentümergemeinschaft nannten. "Die Verwaltung von Eigentümergemeinschaften mit weniger als zwölf Einheiten ist aufwändig und wenig wirtschaftlich", erläutert Kaßler.

Um eine professionelle Verwaltung für sich gewinnen zu können, werden kleine Eigentümergemeinschaften deshalb nach Einschätzung des DDIV immer öfter eine Vergütungsstruktur akzeptieren müssen, die nicht mehr einen Betrag pro verwalteter Einheit vorsieht, sondern eine Pauschale für die ganze Eigentümergemeinschaft. Quelle: DDIV / pgl

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