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Unübersichtlichkeit des Energieausweises würde zunehmen

Immobilienverband lehnt Energieeffizienzklassen ab

24.06.2013, 06:40

Energieausweis
Energieausweis soll künftig Effizienzklassen ausweisen. © Dena

Der IVD lehnt die Einführung von Energieeffizienzklassen im Energieausweis entschieden ab. Einige Bundesländer wollen diese im Rahmen der Novellierung der EnEV 2014 einführen, um für den Mieter eine höhere Transparenz zu erreichen.

"Die Erwartung, dass Wohnungssuchende anhand der Energieeffizienzklassen eindeutig nachvollziehen können, welchen Energieverbrauch die Wohnung hat und welche Betriebskosten sie zu erwarten haben, wird sich durch Energieeffizienzklassen nicht erfüllen", sagt Sun Jensch, Geschäftsführerin des Immobilienverband IVD.

Allein durch die hohen Preisunterschiede der Energieträger könne hier keine Transparenz entstehen. So kann ein gasversorgtes Gebäude mit der Effizienzklasse D die gleichen Energiekosten haben wie ein fernwärmeversorgtes Gebäude mit der Effizienzklasse B. "Darüber hinaus gibt die Energieeffizienzklasse keine Rückschlüsse auf die warmen Betriebskosten, da diese immer von der nachgefragten Fläche abhängen", erklärt Jensch.

Die neuen Klassen würden die bisherige Unverständlichkeit des Energieausweises zudem noch erhöhen. Statt der bisherigen zwei Kennwerte (Verbrauch und Bedarf) würden dann für jedes Gebäude vier verschiedene Kennwerte sowie mehrere Klassen geschaffen. "Mit dieser Flut an Informationen wird dann für noch mehr Verwirrung gesorgt werden", warnt Jensch. Neben der Irreführung durch die Energieeffizienzklassen kommen höhere Kosten auf die Eigentümer zu. Ab 2014 verlangt die EU eine Anzeigepflicht des Energieausweises. Alle Wohnungseigentümer müssen dann bei Neuvermietung einen neuen Energieausweis ausfertigen lassen. Quelle: IVD / pgl

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Kommentare zur Meldung

Kommentare 1 - 1 von 1.

Hans-Jürgen Werner - 25.06.2013, 12:44

Wozu gehen wir eigentlich noch wählen in diesem Lande, schliessen wir uns doch lieber einem dieser Lobbyisten-Verbände an, die in D schon längst die Entscheider sind und nicht die Politiker.
Dank meiner 12-jährigen Erfahrungen mit der Immobilienwirtschaft mit seinen inkompetenten Hausverwaltern, was Gebäudesanierungen betrifft, kann ich gut nachvollziehen, dass sich die Immobilienwirtschaft sträubt, die Energieverbräuche der Gebäude transparent und vergleichbar für den Normalbürger darzustellen.
Das gleiche Fisako haben wir doch schon bei Ernährung und Nahrungsmitteln, bei Gesundheit und Medikamenten, bei Autos und CO2 sowie bei den erneuerbaren Energien.

 

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