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Bauministerin Hendricks gegen Absenken der Standards

Hendricks: EnEV 2016 bleibt gültig

24.09.2015, 08:55

Bundesumwelt und -bauministerin Barbara Hendricks sprach sich nach Informationen der Dena in einer Diskussion mit den Spitzenverbänden der Bau- und Wohnungswirtschaft gegen eine Absenkung der energetischen Standards im Neubau aus. 

"Wenn wir unsere energie- und klimapolitischen Ziele ernst nehmen, müssen wir städtebauliche Interessen mit einem klaren energiepolitischen Kurs verbinden. Der Wohnraum, den wir heute schaffen, muss hochenergieeffizient sein. Sonst vergeben wir auf Jahrzehnte gute Möglichkeiten, die Energiewende und mehr Klimaschutz zu realisieren", kommentiert dies Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (Dena) und Sprecher der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz. Die Entscheidung der Bundesregierung, bei der für 2016 beschlossenen Anhebung der energetischen Anforderungen an Neubauten zu bleiben und anderslautenden Vorschlägen nicht nachzugeben, sei richtig.

Verbände der Bau- und Wohnungswirtschaft hatten unter anderem gefordert, die für 2016 geplanten höheren Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) auszusetzen. Die für 2016 geplante Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV) soll für mindestens fünf Jahre auf Eis gelegt werden. Mit der Reduzierung der Baustandards sollte auf die Zuwanderung reagiert werden. Ohne den Druck eines um 25 Prozent geringeren Primärenergiebedarfs nach der EnEV 2016 könne man deutlich billiger bauen.

Umweltverbände, aber auch das Deutsche Energieberaternetzwerk DEN haben das Ansinnen des Verbändebündnisses, die Anforderungen im Wohnungsneubau zu reduzieren, scharf zurückgewiesen. "Die aktuelle Notsituation auszunutzen, um bestehende Klimaschutzstandards abzuwickeln, ist zynisch und ein bedauerliches Verhalten der Branche", sagte etwa Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Mietern würden viele Jahre lang höhere Unterhaltungskosten aufgebürdet.

Einen Baukostenanstieg durch Vorgaben zum Wärmeschutz bezweifelt die DUH. Um mit Blick auf den sozialen Wohnungsbau die Baukosten gezielt zu senken, könne der Staat dies über eine Vielzahl an Förderinstrumenten realisieren, argumentiert Kuhlmann. Für die unbedingt notwendige Bewältigung des derzeitigen Zustroms an Flüchtlingen stünden bereits Ausnahmeregelungen zur Verfügung, die eine umfassende Umnutzung leer stehender Gebäude zuließen. Auch die Ankündigung der Bundesregierung, punktuelle und befristete Erleichterungen – zum Beispiel für die Errichtung von Aufnahmeeinrichtungen – zu ermöglichen, sei ein guter Weg. pgl

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