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Trotz hoher Preise gewinnt die Eurozone Attraktivität

Frankfurt baut weltweit mit am teuersten

21.12.2015, 08:30

Skyline Frankfurt
Frankfurt baut weltweit mit am teuersten. © Lupo / Pixelio

Bei den Baukosten gehört Frankfurt zu den 10 teuersten Städten der Welt. Aus Europa sind noch Amsterdam und London dabei. Insgesamt gehören die europäischen Städte zu den teuersten. Das ist eine der Kernaussagen des jüngst veröffentlichten Internationalen Baukostenindex von Arcadis. Trotzdem gewinnt die Eurozone zunehmend an Attraktivität für Bauprojekte und Investitionen – eine Folge des insgesamt stabilen Preisniveaus und des wettbewerbsfähigen Euros.

Der Index, der die relativen Baukosten in 44 Großstädten analysiert, stellt fest, dass Europa die Top 10 des Baukostenrankings dominiert. Sechs der zehn teuersten Städte weltweit sind europäische Metropolen. In Städten wie Frankfurt am Main, London und Amsterdam sind die Baukosten in den vergangenen Jahren beträchtlich gestiegen. Die Gründe für diesen Anstieg sind vielfältig und die Zukunftsaussichten dieser Zentren differieren entsprechend. Für das nächste Jahr wird ein Wiederaufschwung der Investitionen in Europa erwartet. Ein deutliches Signal setzt in diesem Zusammenhang der Infrastruktur-Investitionsplan der EU mit einem Gesamtvolumen von 350 Milliarden Euro. Die Auswertung der BIP-Entwicklung zeigt, dass Polen, Großbritannien, Irland, Spanien und die Niederlande zu den EU-Wachstumstreibern gehören. Die Volkswirtschaften in Frankreich, Italien und Österreich zeigen deutliche Zeichen der Erholung.

Für die Bauindustrie in der EU wird in den nächsten drei Jahren ein Wachstum von 2,3% erwartet. Die allmähliche Erholung in der Eurozone hat dazu geführt, dass keine hohe Kosteninflation wie in Großbritannien oder in den USA die Entwicklung auf dem europäischen Festland beeinträchtigt. Aufgrund der stabilen Kosten in vielen Ländern Europas und dem wettbewerbsfähigen Euro gewinnen Bauen und Investitionen in diesem Raum zunehmend an Attraktivität. In Großbritannien und den USA gefährdet die Preisinflation die Realisierungschancen wichtiger Projekte im gewerblichen und öffentlichen Sektor. Steigende Kosten und fallende Währungskurse könnten darüber hinaus interessierte Investoren aus Schwellenländern abschrecken, die langfristig womöglich ihre Aktivitäten auf Städte mit günstigerer Kostenstruktur verlagern werden.

Global dämpften sinkende Rohstoffpreise die Inflation der Baukosten. Besonders im Hinblick auf Öl wird sich eine zunehmende Unsicherheit hinsichtlich der Preisentwicklung langfristig unweigerlich auf die globale Bauindustrie auswirken. Quelle: Arcadis / pgl

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