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Nichtwohngebäude gelten als besonders kritisch

Fehlerkostenanteil am Bau liegt bei 11 Prozent

09.09.2014, 09:30

In Deutschland könnten durch mangelhafte Bauausführung und -planung Schäden in Höhe von bis zu 10,5 Milliarden Euro entstehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage von Bauinfoconsult unter Architekten und Verarbeitern.

An einem Bauprojekt sind viele unterschiedliche Akteure beteiligt – angefangen vom Planer bis hin zum Subunternehmer. So können an jeder kleinen Ecke Fehler unterlaufen. Die im Rahmen der aktuellen Jahresanalyse 2014/2015 von Bauinfoconsult insgesamt 541 befragten Architekten und Verarbeiter schätzen, dass der entstandene Fehlerkostenanteil am gesamten Branchenumsatz im Schnitt bei rund 11 Prozent liegt. Dies entspräche einer Summe von 10,5 Milliarden Euro – bezogen auf den statistisch erfassten baugewerblichen Gesamtumsatz im Jahr 2013.

Die unterschiedlichen Bausegmente haben aufgrund ihrer spezifischen baulichen Herausforderungen verschiedene charakteristische Fehlerquellen. So birgt zum Beispiel die Sanierung eines Wohngebäudes ganz andere potenzielle Fehlerteufel als der Neubau von Werkshallen. Dabei kommen die befragten Berufsgruppen zu unterschiedlichen Einschätzungen. Jeder zweite Architekt sieht den Neubau von Nichtwohngebäuden als wichtige Fehlerkostenquelle an. 38 Prozent der befragten Planer schätzen dagegen, dass die Sanierung von Nichtwohngebäuden eher Fehlerkosten produziert. Dass gerade der Nichtwohnungsbau als besonders fehleranfällig betrachtet wird, liegt an der komplexen Planung von Nichtwohngebäuden, die im Vergleich zum klassischen Wohnungsbau deutlich aufwendiger ist.

Den Wohnungsneubau machen vor allem die Bauunternehmer als Fehlerkostentreiber aus. Dagegen erwarten die SHK-Profis bei der Sanierung von Wohnungen die meisten Fehlerkosten. Die unterschiedlichen Einschätzungen kommen zum Teil sicher auch daher, dass die Akteure in unterschiedlichen Bereichen aktiv sind. Bauunternehmer sind in der Breite eher im Neubau von Wohngebäuden tätig, SHK-Installateure in der Sanierung von Wohnungen.

Trotz hoher Fehlerkosten gibt es positive Tendenzen am Bau: Weitere Ergebnisse der Jahresanalyse bestätigen den Trend, dass sich die Qualität am Bau nach Meinung von Architekten in den letzten 10 Jahren verbessert hat. Ein Grund für die bessere Bauqualität trotz steigender Fehlerkosten ist die stärkere Kontrolle bei der Bauausführung. Mit der besseren Überwachung der Bauprozesse würden mehr Fehler erkannt, was die Fehlerkosten in die Höhe schnellen lasse, so Bauinfoconsult. Quelle: Bauinfoconsult / pgl

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