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Baugeld bleibt auch weiter günstig

Experten erwarten 2016 Rekord bei neuen Wohnungen

30.03.2016, 08:30

Wohnhaus Fassade
Mehr als 300.000 Wohnungen sollen 2016 neu gebaut werden. © Berres/ EnBauSa.de

Angesichts der wachsenden Zahl an Baugenehmigungen sowie weiterer positiver Frühindikatoren könnte 2016 erstmals seit mehr als 15 Jahren die 300.000er Marke bei den Fertigstellungen neuer Wohnungen "geknackt" werden. Das schätzt die Deutsche Bank Research in ihrer jüngsten Einschätzung zur Baukonjunktur.

Die positive Entwicklung des Jahres 2015 dürfte auch 2016 anhalten, so die Baufachleute der Deutschen Bank. Mit 1,8 Prozent Zinsen im Jahresdurchschnitt bei einer fünf- bis zehnjährigen Zinsbindung war Baugeld 2015 sehr günstig. Zum Jahresstart blieben die Bauzinsen auf diesem Niveau. Das dürfte auch so bleiben, so die Bänker weiter.

2015 legte die Zahl der Baugenehmigungen zu: In den ersten elf Monaten wurden rund 276.000 Baugenehmigungen erteilt. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von rund 6 Prozent. Gleichzeitig bestehe auf dem deutschen Wohnungsmarkt ein Nachfrageüberhang. Besonders groß sei der Bedarf an günstigem Wohnraum in Ballungsgebieten.

Trotz deutlicher Preisanstiege für Wohneigentum in den letzten Jahren sei Wohneigentum in Deutschland im Durchschnitt nach wie vor relativ erschwinglich. Dies liege neben wachsenden Einkommen vor allem an dem historisch niedrigen Zinsniveau. Auch 2016 dürften sich die Preisanstiege auf dem Wohnungsmarkt fortsetzen. Im Hinblick auf Preisniveaus und Dynamik bestehen große regionale Unterschiede. Dies gilt entsprechend auch für die regionale Erschwinglichkeit von Wohneigentum.

Die Preise für Bauleistungen sind in den vergangenen Jahren leicht angestiegen. Insgesamt hätten die Zuwächse über der gesamtwirtschaftlichen Teuerung gelegen, so die Studie weiter. Ausbauarbeiten verteuerten sich im Vergleich zum Jahr 2014 mit einem Plus von 2,1 % stärker als Rohbauarbeiten +1,1. Insbesondere Dämm- und Brandschutzarbeiten seien beim Ausbau teurer geworden. Maurer- und Betonarbeiten, die beim Rohbau für Bauherren zu Buche schlagen, verzeichneten dagegen in den letzten Jahren geringere Preissteigerungen.

Die Wohnungspreise in den 126 wichtigsten deutschen Städten stiegen 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent und abermals kräftiger als die Mieten. Zwischen 2009 und 2015 wiesen München, Stuttgart und Hamburg höhere Preiszuwächse auf als zum Beispiel Köln und Düsseldorf. Schlusslicht war Frankfurt. Berlin liegt im Mittelfeld.

Aufgrund der historisch hohen Werte der Vorlaufindikatoren sollten die Bauinvestitionen in 2015 um 2,7 % und 2016 um 3,1 % gegenüber dem Vorjahr zulegen. Wachstumstreiber bleibt der Wohnungsbau, der in beiden Jahren mit mehr als 3 % expandieren sollte, während sich Investitionen im Gewerbebau moderat erhöhen. Eine starke Ausweitung der Bauinvestitionen wäre nötig, um weitere Preissteigerungen zu vermeiden, so die Einschätzung von DB Research. pgl

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