EVEU fordert Energiesparprämie
München/Erfurt. Der Europäische Verband der Energie- und Umweltschutzberater EVEU zieht eine positive Bilanz für 2009 und rechnet mit einer guten Auftragslage und weiterem Umsatzwachstum für Energieberater im kommenden Jahr. "Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sollten trotz Wirtschaftskrise Wachstum zulassen", sagte Vorstand Thomas Lohr auf der Jahreshauptversammlung des Verbands in Erfurt. Durch die EnEV 2009 steige der Bedarf an qualifizierter und fachlich kompetenter Energieberatung, so Lohr.
Einen Hemmschuh für ein Branchenwachstum in 2010 sieht der EVEU jedoch bei den Fördermitteln und fordert die Vereinfachung der unübersichtlichen Regelungen auf eine einheitliche Energiesparprämie. "Viele Bürger haben im Dickicht von freiwilligen Maßnahmen, Vorschriften, Förderanträgen und immer neuen Entwicklungen der Unternehmen den Überblick verloren", kritisiert EVEU-Geschäftsführer Franz Sedlmeier.
Statt konkurrierender Einzelförderungen mit komplizierten Antragsverfahren sollte eine einheitliche Energiesparprämie ganz allgemein nachhaltige Renovierungsinvestitionen mit einer deutlichen Reduzierung des Primärenergieverbrauchs belohnen. "Wichtig ist am Ende doch, dass Energie eingespart wird und nicht, auf welchem Wege", sagt Sedlmeier. pgl
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