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Positive Auswirkungen auf die Qualität von Immobilien möglich

EU-Staaten nutzen Chancen der Energieausweise zu wenig

05.02.2015, 11:57

Bandtacho im Energieausweis
Energieausweise könnten mehr zur Klimawende beitragen. © Grund-Ludwig

Energieausweise könnten ein Mittel sein, um das Bewusstsein von Hausbesitzern und Mietern für die Heizkosten und den energetischen Zustand von Wohnungen und Häusern zu schärfen. Die Betonung liegt aber auf könnte, denn in der EU, auch in Deutschland, wird das kaum genutzt. Eine Studie des Building Performance Institute Europe (BPIE) hat Vorschläge erarbeitet, die nun in den weiteren Umsetzungsprozess einfließen sollen.

"Energieausweise sind in allen Mitgliedstaten formal umgesetzt, aber werden in der Praxis bei Vermietung oder Verkauf noch nicht überall eingesetzt. Sanktionsmassnahmen bei einer Nichtumsetzung werden nur ansatzweise ergriffen und sind heute eher noch die Ausnahme. Einige Studien belegen, dass Energieausweise sich auf den Wert der entprechenden Immobnilien auswirken", betont Ralf Lottes, der das Institut in Deutschland vertritt.

Mit der Gebäuderichtlinie, die in Deutschland mit der Novelle der Energieeinsparverordnung EnEV 2014 im Mai 2014 Realität wurde, sollten Kontrollen eingeführt, die Qualfikation der Ausweis-Aussteller erhöht sowie Sanktionen verhängt werden, wenn gegen die Vorschriften verstoßen wird oder die Qualität der Energieausweise nicht ausreicht.

Bei Qualifikation steht Deutschland gut da

Bei den Qualifikationen der Aussteller steht Deutschland im internationalen Vergleich gut da. Aussteller müssen hierzulande zum einen Basisqualifikationen wie ein Studium der Architektur oder des Bauingenieurswesens, einen einschlägigen handwerklichen Meisterbrief oder eine auf Gebäude spezialisierte Technikerausbildung vorweisen. Darüber müssen sie entweder ein Studienschwerpunkt auf dem energiesparenden Bauen oder einschlägige Berufserfahrung von zwei Jahren mitbringen, eine abgeschlossene Fortbildung nach den Vorgaben der EnEV haben oder eine öffentliche Bestellung als vereidigter Sachverständiger im Bereich energiesparendes Bauen nachweisen. Zugelassen sind auch Energieberater, die vor dem 25. April 2007 als Vor-Ort-Berater der BAFA registriert worden sind, Personen, die zu diesem Zeitpunkt über eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich Baustoffe und eine abgeschlossene Weiterbildung zum Energiefachberater im Baustoff-Fachhandel oder in der Baustoffindustrie verfügen sowie alle, die eine abgeschlossene Weiterbildung zum Energieberater des Handwerks haben. Nur in der Hälfte der Mitgliedsstaaten sind aber Schulungen verpflichtend vorgeschrieben. Eine Weiterbildung derjenigen, die Energieausweise ausstellen, verlangen gar nur acht Staaten.

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