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Symposium informiert über Monitoring-Werkzeuge

EU-Gebäuderichtlinie vernachlässigt Überwachung im Betrieb

10.08.2009, 08:00

Energieausweise sind zwar sinnvoll, gewährleisten aber nicht die dauerhafte Einhaltung der einmal gemessenen und zertifizierten Werte. Im Rahmen des EU-Projektes Building EQ hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE daher zusammen mit Partnern untersucht, ob sich die Zertifizierung nach der EU-Gebäuderichtlinie EPBD (Energy Performance of Buildings Directive) mit einer Betriebsüberwachung verknüpfen lässt.

Die EPBD schreibt seit Januar 2006 europaweit Energieausweise für Gebäude vor. Nationale Gesetze gestalten diesen Rahmen aus. In Deutschland ist dies die Energieeinsparverordnung, die zum 1. Oktober 2009 aktualisiert wird.

"Leider sieht die EU-Gebäuderichtlinie bislang kein Monitoring und damit keine Qualitätssicherung im Betrieb vor", berichtet Projektleiter Christian Neumann. Das Projekt Building EQ befasst sich seit 2007 mit Verfahren zum intelligenten Energiemanagement von Nicht-Wohngebäuden. Es endet im Dezember 2009.

"Wir wissen aus vielen Projekten, dass man 5 bis 30 Prozent des Energieverbrauchs eines Gebäudes über Maßnahmen einsparen kann, die praktisch keine Investitionen erfordern", so Neumann. "Man stellt zum Beispiel die Heizkurve exakt ein oder schaltet die Lüftung ab, wenn sie nicht gebraucht wird."

Die Praxis zeige, dass Gebäude während des Betriebs überwacht werden müssten, da sich ständig etwas ändere – durch neue Nutzung, unterschiedliches Nutzerverhalten, Alterung der Gebäudetechnik. Neumann: "Wir haben im Projekt Werkzeuge entwickelt, mit denen über Monitoring die Effizienz des Gebäudes permanent überwacht wird."

Die Ergebnisse werden am 1. Oktober 2009 in Berlin im Rahmen eines  Symposiums präsentiert, das zudem ein internationales Forum zur Diskussion darüber bieten soll. sth

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