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Käufer sollten Angebote von Experten prüfen lassen

Energieagentur warnt vor Abzocke bei KWK-Anlagen

06.10.2011, 08:14

Die Kraft-Wärme-Kopplung erlebt zurzeit eine starke Nachfrage auf dem Markt. Grundsätzlich ist das eine gute Idee: Geld in hocheffiziente Stromerzeugungsanlagen wie Blockheizkraftwerke (BHKW) zu investieren und neben dem finanziellen Ertrag noch dazu beizutragen, den CO2-Ausstoß zu vermindern. Auch immer mehr Kommunen setzen auf KWK-Anlagen, wenn es um die energetische Sanierung ihrer Liegenschaften geht.

Doch auf diesem Markt ist zurzeit Vorsicht vor falschen Versprechungen unseriöser Finanzierungs-Anbieter geboten, wie die EnergieAgentur.NRW feststellt: Hier wird mit unrealistischen Renditeerwartungen geworben. Zuweilen werden Finanzierungsmodelle vorgestellt, bei denen Gesamtwirkungsgrade eines BHKW angeblich über 120 Prozent liegen - technisch ebenso unmöglich wie ein Perpetuum mobile.

Die Rede ist bei diesen in Frage stehenden Angeboten von Pflanzenöl-Blockheizkraftwerken. Gelockt werden die Kunden mit hohen Renditen und der staatlichen Garantie von 20 Jahren Einspeisevergütung für den vom BHKW erzeugten Strom. Nicht zu verwechseln ist dieses falsche Versprechen mit der technisch wünschenswerten Kombination einer KWK-Anlage mit der Brennwert-Technik. Hier werden tatsächlich Gesamtwirkungsgrade bis 110 Prozent erreicht.

Vor der Investition in eine grundsätzlich sinnvolle und wirtschaftliche Technologie sollte also, so rät die EnergieAgentur.NRW, immer die Beratung beim Fachmann stehen. Blockheizkraftwerke basieren auf dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Ihr Ausbau wird durch Gesetze und Förderung beschleunigt und deren weitere Verbreitung ist zudem Bestandteil der Klimaziele der nordrhein-westfälischen Landesregierung sowie der Bundesregierung, da sie bei der Verarbeitung von Brennstoffen nicht nur elektrischen Strom, sondern auch nutzbare Wärme herstellen und dadurch den Brennstoff effizienter nutzen. Ihr Einsatz ist dort besonders sinnvoll, wo ganzjährig die Wärme und der Strom verwendet werden kann. Investoren können beim Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung Angebote auf grundsätzliche Plausibilität prüfen lassen.

Quelle: Energieagentur NRW / pgl

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