Echter Ökostrom kann Geld sparen
23.10.2012, 07:57
Netzausbau und die steigende Umlage für Ökostrom werden im kommenden Jahr zu höheren Strompreisen führen. Wie stark die Kosten ansteigen werden, hängt vom jeweiligen Energieversorger ab. Für den einen oder anderen Stromkunden wird es daher sinnvoll sein, den Anbieter zu wechseln.
Laut der Beratungsgesellschaft co2online können Verbraucher vor allem durch den Wechsel auf echten Ökostrom ihre Kosten kräftig reduzieren. Bei einem Verbrauch von 4.000 kWh sei eine Ersparnis von rund 170 Euro pro Jahr möglich. "Grund dafür ist die oft teure Grundversorgung lokaler Anbieter. In den meisten Städten und Regionen Deutschlands gibt es mindestens einen Anbieter für echten Ökostrom, der günstiger ist", sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. "Beim Wechsel zu Ökostrom sinken meist nicht nur die Kosten, sondern in jedem Fall auch die CO2-Emissionen. Außerdem lässt sich so oft die steigende Ökostrom-Abgabe abfedern."
Manche Ökostrom-Angebote enthalten laut co2online auch so genannten Graustrom, der überwiegend mit Atom- und Kohlekraftwerken produziert wird. Echter Ökostrom stamme dagegen von Anbietern, die unabhängig von Atom- und Kohlekraftwerken sind, ausschließlich grüne Energie nutzen – also mindestens 50 Prozent regenerative und Energie aus Kraft-Wärme-Kopplung - und grüne Anlagen fördern.
Wer seinen Anbieter wechseln möchte, sollte dabei auf kurze Laufzeiten sowie kurze Kündigungsfristen achten, empfehlen die Berater von co2online. Vor allem Discounter bieten nur Tarife mit langer Laufzeit von zwölf oder 24 Monaten an. Der Nachteil: Bei Preiserhöhungen ist ein Wechsel meist nur kurzfristig möglich (Sonderkündigungsrecht). Wird der Vertrag vorzeitig beendet, geht außerdem oft die Bonuszahlung verloren.
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