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Händler und Eigentümer können sich bis 30.11. bewerben

Dena fördert Sanierung in Handelsimmobilien

23.09.2016, 08:30

Für das Modellvorhaben "Energieeffizient Handeln" sucht die Deutsche Energie-Agentur (Dena) Handelsimmobilien, bei denen eine Sanierung ansteht. Während der rund zweijährigen Laufzeit werden die Teilnehmer bei der Planung energetischer Sanierungsmaßnahmen rund um das Gebäude und die Anlagentechnik unterstützt. Bei erfolgreichem Abschluss ist eine Bonusförderung geplant. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Gesucht werden Gebäude, die ganz oder teilweise für Handelszwecke genutzt werden. Teilnehmen können Eigentümer von Handelsimmobilien sowie Einzelhändler aller Unternehmensgrößen und Handelszweige – vom Bekleidungs-, Lebensmittel- oder Elektronikfilialisten bis zum selbstständigen Fachhändler. Gemeinsame Bewerbungen von Händlern und ihren Vermietern sind ausdrücklich erwünscht.  Die Teilnahme ist kostenfrei, Interessierte können sich bis 30. November bewerben.

Für die wirtschaftliche Sanierung im Handel braucht es Modelle

Das Modellvorhaben soll dazu beitragen, wirtschaftliche und praxistaugliche Modelle der energetischen Gebäudesanierung für Händler und Eigentümer zu schaffen. Während des Projektzeitraums absolvieren die Teilnehmer eine qualifizierte Energieberatung mit einem Experten, der ein energetisches Sanierungskonzept für das jeweilige Gebäude entwirft. Die Beratung kann mit bis zu 80 Prozent der Kosten staatlich gefördert werden. Ziel sind Energieeinsparungen von mindestens 30 bis 40 Prozent. Um die Einsparung zu erreichen, kommen für die teilnehmenden Unternehmen unterschiedliche Maßnahmen infrage: von einer Modernisierung der Beleuchtung oder der Gebäudetechnik bis zur Einbindung erneuerbarer Energien oder einem verbesserten Wärmeschutz. Die teilnehmenden Modellprojekte werden mit einer breiten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Zudem sind Workshops für den Erfahrungsaustausch mit Fachexperten und Branchenvertretern geplant.

In vielen Handelsgebäuden stecken Effizienzpotenziale

Etwa 80 Prozent der vom Handel genutzten Gebäude in Deutschland wurden vor 1978 errichtet: Energieeffizientes Bauen war in diesen Zeiten noch kein Thema. Die meisten Handelsimmobilien haben daher deutlich höhere Energieverbräuche als moderne Effizienzgebäude. Zwar sind vor allem größere Einzelhändler oft schon im Bereich Energieeffizienz aktiv, doch die Mehrzahl der umgesetzten Maßnahmen konzentriert sich bisher auf die produktnahe Anlagentechnik, also zum Beispiel stromsparende Kühltheken. Effizienzmaßnahmen an Gebäuden werden hingegen seltener in Angriff genommen. Dabei ist die Energieeffizienz von Gewerbeimmobilien ein wichtiger Baustein, um das im Rahmen der Energiewende formulierte Ziel eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestands bis 2050 zu verwirklichen.

"Energieeffizient Handeln" wird unterstützt vom Handelsverband Deutschland (HDE), dem EHI Retail Institute, dem Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) und dem Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW). Mehr Informationen unter www.energieeffizient-handeln.de. Quelle: Dena / bba

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