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Auswertung von mehr als 10.000 Ausweisen vorgelegt

"Bestandsgebäude bei Energiebedarfsausweisen tiefrot"

25.06.2015, 15:25

Energieausweis
Im grünen Bereich sind beim Energieausweis nur wenige Bestandsgebäude, so eine Auswertung von TNS Infratest. © P. Grund-Ludwig

TNS Infratest und Energieausweis48 haben eine Auswertung der Effizienzklassen von über 10.000 Energiebedarfsausweisen vorgelegt, die zwischen dem 1. Mai 2014 und dem 30. April 2015 ausgestellt wurden. Solche Zahlen gibt es bislang nicht, und sie sind schwer zu erheben. Es gibt zwar seit kurzem mit dem Deutschen Institut für Bautechnik eine Registrierstelle für Energieausweise, aber keine Auswertung der Daten aus den Ausweisen selbst.

Das Ergebnis der Analyse liefere ein "erstes Abbild des Ist-Zustandes der energetischen Qualität des Wohngebäudebestands in Deutschland bezogen auf den rechnerisch nach den gesetzlichen Vorgaben ermittelten Endenergiebedarf", so die Autoren.

Für den kompletten Gebäudebestand gilt diese Aussage sicher nicht, so fehlt der komplette Bereich des privat genutzten Wohneigentums. Für diese Gebäude gibt es in der Regel keine Energieausweise, es sei denn, die Gebäude wechseln den Besitzer. Auch dürfte der Bedarfsausweis eher die Ausnahme als die Regel bei den Energieausweisen sein. Wer es sich als Vermieter aussuchen kann, wird sich für den Verbrauchsausweis entscheiden, da der billiger ist und fast immer niedrigere Werte ausweist als der Bedarfsausweis. Der Bedarfsausweis beschreibt den energetischen Zustand eines Gebäudes, der Verbrauchsausweis mittelt die Verbrauchsdaten der letzten Jahre. Beide können sehr unterschiedlich sein.

Es wurden in der Erhebung nur Bedarfsausweise ausgewertet. Das legt nahe, dass Gebäude betrachtet wurden, die weniger als fünf Wohnungen haben, für die der Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt worden ist und die seither nicht grundlegend modernisiert wurden. Nur für die ist der Bedarfsausweis vorgeschrieben. Danach weisen 41 Prozent der Energiebedarfsausweise die Energieeffizienzklasse H aus. Auf die Energieeffizienzklasse G entfallen 22 Prozent. Immer noch im orangeroten Bereich der Skala, die seit dem 1. Mai 2014 auf jedem neuen Energieausweis verbindlich ist, sind 17 Prozent der Gebäude in der Energieeffizienzklasse F zu verorten. Zwölf Prozent finden sich in der Energieeffizienzklasse E. Lediglich sieben Prozent gibt es in der Energieeffizienzklasse D und nur ein Prozent in C. "Die Energieeffizienzklassen B, A und A+ sind in Deutschland nur in Einzelfällen auszumachen", so die Studie. Vier von fünf Immobilien in Deutschland liegen demnach im roten Bereich der Energiebedarfsskala. Lediglich in Einzelfällen erreichen vor der Jahrtausendwende erbaute Immobilien positive Effizienzklassen. Eine deutlich positivere Effizienzklassenverteilung ist erst bei Immobilienbauten ab dem Jahre 2000 erkennbar.

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