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Wärmequelle wird beim Immobilienkauf häufiger erfragt

Alte Heizung dämpft Interesse von Hauskäufern

16.12.2014, 08:45

Reiko Mudra bei den Wildauer Energiegesprächen
Reiko Mudra: "Erneuerbare sind beim Hauskauf gefragt" © Morhart

Die gute Nachricht für sanierungswillige Hauseigentümer stellte Finanzberater Reiko Mudra an den Anfang: Kaufinteressenten für ein Eigenheim fragen beim Finanzdienstleister "DKB Grund" häufiger als früher nach Heizungsanlage und Energiebedarf des jeweiligen Hauses. Also kann man nach dem Modernisieren mit einem deutlich erhöhten Marktwert rechnen. Denn viele potenzielle Käufer wollen inzwischen nicht nur wissen, welche Daten im Energieausweis stehen, sondern auch die Wärmequelle. "Einfamilienhäuser mit Solarthermie, Wärmepumpe, Holzpellets werden zwei- bis dreimal so stark nachgefragt wie mit (...) fossilen Brennstoffen beheizte", sagte Mudra, der als Leiter des Cottbusser Büros der DKB Grund mehrere Hundert solcher Eigenheim-Anfragen überblicken kann, bei den Wildauer Energiegesprächen der TH Wildau.

Auch der Umkehrschluss ist zulässig: Reiko Mudra berichtete, Heizkessel aus den 90-er Jahren würden "als vollständig erneuerungsbedürftig angesehen" und zögen "erhebliche Abschläge in der Preisverhandlung nach sich." In seinem Vortrag sagte Mudra auch, bei Wohnhäusern mit Ölheizung werde fast immer nach einem Gasanschluss als Alternative gefragt. Energetische Sanierer und Bauherren, die ein Haus mit geringen Wärmeverlusten und hohem Anteil erneuerbarer Energie errichten, sparen im besten Fall also nicht nur Brennstoffkosten ein, sondern steigern auch den Wert ihres Gebäudes.

Oft reicht jedoch das Eigenkapital nicht für die nötige Investition aus - ein Bankkredit muss her. Und bei diesem Punkt folgte die weniger gute Nachricht. Fast die Hälfte der ausgewerteten 1.600 Finanzierungsanfragen von 1. Januar bis 31. Oktober 2014 war bis zu letzterem Datum bereits gescheitert: 12 Prozent, weil die Bank abgelehnt hatte und erstaunliche 34 Prozent, weil der Kunde selbst nicht mehr wollte. Bei diesem Drittel der ursprünglichen Anfragen sei wiederum der Hauptgrund des Abbruchs der große Umfang der einzureichenden Unterlagen gewesen.

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