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Brandschutz der neuesten Generation

Der Brandschutz von WDV-Systemen ist in aller Munde. In Großversuchen haben sich Brandriegel als wirkungsvolle Schutzmaßnahme erwiesen. Auf dem neuesten Stand der Brandschutztechnik kommen Brandriegel von puren zum Einsatz, so auch bei einem großen Wohnungsbauvorhaben in der Potsdamer Speicherstadt.

Die Speicherstadt in Potsdam, direkt an der Havel gelegen und nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt, gehört zu den besten Neubauadressen der Stadt. Hier, auf dem Areal einer historischen Speicherstadt entstehen nach Abriss der verwahrlosten Gebäude seit 2010 rund 250 exklusive Wohneinheiten im Stil der alten Speicher.

Die hochwertigen Eigentums- und Mietwohnungen sind mit dem WDVS-Brandschutz der neuesten Generation ausgerüstet. Die südlichen Putzbauten besitzen umlaufende Brandriegel. Die hohen Klinker-Wärmedämm-Fassaden sind an allen Öffnungen mit Brandbarrieren an Sturz und Laibungen ausgerüstet. Das hier auf 7.500 m2 Fassadenfläche eingesetzte, 160 mm dicker Wärmedämmsystem mit Klinkerriemchen (Renowall) besitzt eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) des DIBt Berlin. Der Brandschutz besteht bei dieser Konstruktion aus purenotherm BSR Brandschutzriegeln. Im grauen EPS zeichnen sich diese Riegel wie umlaufende helle Blenden ab.

PU schmilzt und tropft nicht

2009 wurde erstmals von der Firma Renowall ein WDVS mit Klinkerriemchen-Beplankung geprüft. Nach dem bestandenen Großbrandversuch wurden die Klinkerriemchen im Brandbereich entfernt und der Dämmstoff darunter gesichtet. Das System, durch die Klinkerriemchen und Brandschutzriegel geschützt, befand sich in einem bemerkenswert guten Zustand. Der purenotherm-Brandschutzriegel war nur leicht oberflächlich angekohlt. Die Prüfstelle attestierte der Konstruktion „kein brennendes Abtropfen“, „kein Brennen an der Fassadenoberfläche“ und eine „sehr geringe“ Rauchentwicklung. In der Zusammenfassung des Prüfberichtes heißt es u. a.: „Der Sturz- und Laibungsschutz aus Polyurethanhartschaum wies keine, die Form bzw. die Funktionalität beeinflussende Brandschäden auf.“ Seither steht fest, dass Brandriegel nicht nur aus Mineralwolle, sondern auch aus PU bestehen können. Die unter dem Markennamen purenotherm BSR hergestellten Brandschutzriegel haben entscheidende Vorteile: Das Material der Brandklasse (RtF) E entsprechend der europäischen Norm EN 13501-1, von der die deutsche Baustoffklasse B2 abgelöst wurde, glimmt nicht, schmilzt nicht und tropft nicht brennend ab. Es verhält sich ähnlich wie Massivholz, denn es karbonisiert und verrußt nur oberflächlich und blockiert so das weitere Vordringen des Feuers.

PU Brandschutzriegel hält über 90 Minuten Stand

Brandversuche belegen, dass ein 250 mm hoher Brandschutzriegel aus purenotherm selbst bei einer Vollbrandbeanspruchung von 90 Minuten seine schottende Wirkung innerhalb des WDVS behält. Darüber hinaus sind sie einfach und angenehm zu verarbeiten, besitzen ähnliche bauphysikalische und technische Eigenschaften wie das umgebende EPS und verhindern dadurch die Gefahr sichtbarer Abzeichnungen an der Fassade. Sie können in großen Dicken produziert werden.

Durch seinen hervorragenden Lambda-Wert von 0,026 W/mK bringt es zudem eine Aufwertung in der energetischen Rechnung. Der Brandschutzriegel purenotherm BSR besteht übrigens keineswegs aus einer speziellen Materialrezeptur, sondern aus dem üblichen puren-WDVS-Material, womit klar ist, dass WDV-Systeme von puren generell keine Brandriegel benötigen.

Zurück in die Praxis: Für das bis zu sechs Vollgeschosse hohe Objekt Speicherstadt in Potsdam sichert das moderne Wärmedämmsystem einen sehr hohen Brandschutzstandard, der im Brandfall nur geringe Folgeschäden verspricht.

Attikaelement vollendet hohen Wärmeschutz

Ambitionierte Dämmungen auf Flachdächern und an Fassaden fordern eine wärmebrückenfreie Detaillierung – auch am Dachrand. Mit einem extrastarken Attikaelement wurde dieses Detail an einem Wohn- und Geschäftshaus in Speyer vorbildlich gelöst. Das achtgeschossige Wohnhaus mit viergeschossigem Anbau, Geschäften im Erdgeschoss und rückwärtigem Lagergebäude wurde von einem spezialisierten Architekturbüro analysiert, geplant und von der Firma C. Dupré saniert. Ergebnis: Allein durch Dämmmaßnahmen wurde der Transmissionswärmeverlust des 1961 errichteten Gebäudes über die Gebäudehülle auf 15 Prozent des ursprünglichen Wertes reduziert. Der Energiebedarf (Primär- und Endenergiebedarf) konnte um rund 85 Prozent reduziert werden. Vor der Sanierung war für die Heizung des Bauwerks ein 230 kW starker Ölkessel erforderlich, danach ein 34-kW-Blockheizkraftwerk (BHKW). Zur Spitzenlastdeckung steht zusätzlich eine 50-kW-Gasbrennwerttherme bereit. Ergänzt wird die Haustechnik heute durch eine zentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung.

Den entscheidenden Beitrag zu dieser enormen Energieersparnis leistet eine bis ins Detail exakt geplante Wärmedämmung. Nicht weniger als 30 Wärmebrückenberechnungen erstellte das für dieses Bauvorhaben zuständige Architekturbüro Christian Hauss, heute HRA, Hauss.Rohde Architekten, Haßloch + Karlsruhe. Dabei standen Resolhartschaum (Fassade) und Polyurethan-Hartschaum, (Fassade und Flachdach), kurz PUR/PIR, zur Diskussion. Diese Dämmstoffe erfüllten die zwei entscheidenden Forderungen: möglichst geringe Schichtdicken (wegen geometrischer Zwänge) und ausreichender Brandschutz mit einem homogenen Material. Letztendlich fiel die Entscheidung, nach Abwägung aller Vor- und Nachteile, zugunsten einer kompletten PUR/PIR-Dämmung. Diese Dämmvariante sicherte unter Berücksichtigung aller Aspekte an Dach und Wand und in der Detaillierung effiziente und optimale Lösungen.

Flachdachdämmung mit Zukunft

Vor der Sanierung waren die insgesamt 700 m² großen Flachdächer mit einer 5 cm dicken Korkschicht gedämmt. Die Abdichtungen waren bereits in Teilen defekt und vielfältig repariert. Nach Rückbau des alten Dachaufbaus wurde auf die freigelegte Betondecke eine 4 mm dicke Bitumen-Schweißbahn mit integrierter Aluminiumdampfsperre aufgebracht. Darauf folgte auf den Dächern der Wohngebäude eine zweilagige Wärmedämmung aus PUR/PIR. Die erste Lage bestand aus 18 cm dicken, aluminiumkaschierten Platten. Sie sind mit einem umlaufenden Stufenfalz versehen, durch ihre Geometrie verschnittarm beidseitig verwendbar und weisen einen besonders günstigen Lambda-Wert von nur 0,024 W/mK auf. Sie wurden mit einem PUR-Dachkleber auf der dampfdichten Dachabdichtung windsogsicher verklebt. Die zweite Lage bestand auf den Wohndächern aus einer Gefälledämmung und ist im Mittel 15 cm dick. Diese Dämmlage weist einen Lambda-Wert von 0,026 W/mK auf und ist zur Attika hin bis zu 20 cm dick. Zusammen mit der ersten aluminiumkaschierten Dämmlage ist das Dämmpaket im Mittel 33 cm dick. Der U-Wert dieser Konstruktion beträgt im Mittel 0,076 W/m²K und unterbietet damit selbst die höchsten Anforderungen, die irgendwann für Passivhäuser gelten werden. Die großen, druckfest gedämmten Flachdächer sind zudem bestens geeignet zur nachträglichen Aufstellung von Solartechnik jeglicher Art, womit dieses Bauwerk das Potenzial zum Plusenergiehaus hat.

Am Rand der Wohndächer sind die Dämmungen bis zu 380 mm dick. Hier trifft das Flachdach auf die 180 mm dicke Fassadendämmung. Um den Dachrand im Treffpunkt beider Dämmlagen stabil und möglichst wärmebrückenfrei zu gestalten, war an diesem Objekt ursprünglich eine Hilfskonstruktion aus Holz vorgesehen. Mit dem Einsatz der neuen Purenit Attikaelemente wurde dieses Detail innovativ und wärmebrückenfrei gedämmt. Eine Isothermenberechnung belegt den positiven Effekt. Zudem erlaubt das Attikaelement an dieser geometrisch sensiblen Stelle eine solide Montage und durchdachte Anschlüsse der horizontalen und vertikalen Dämmlagen.

Das Attikaelement besteht aus einem senkrechten, 80 mm dicken Dämmblock mit einem pultförmigen 5°-Gefälleschnitt und einer darauf verschraubten, entsprechend geneigten Abdeckplatte. Bei dem Bauvorhaben in Speyer kam infolge einer vorhandenen, betonierten Aufkantung die Standardvariante des Attikaelements zum Einsatz. Hier ist der Dämmblock 343 mm hoch und die Abdeckplatte 280 mm breit. Inzwischen ebenfalls erhältlich ist das größtmögliche Attikaelement XL. Dieses Element ist für besonders hoch gedämmte Objekte konzipiert. Der senkrechte Dämmblock ist 493 mm hoch und die Abdeckplatte 400 mm breit. Die Elemente werden auf der obersten Betondecke mithilfe bauüblicher Laschen und Winkel verdübelt und verschraubt, was keine besonderen Montagekenntnisse erfordert. Das Element aus Purenit (Lambda = 0,086 W/mK) lässt sich dabei wie Holz sägen und schrauben, sodass die Arbeiten mit üblichen Geräten und Fertigkeiten aus der Holzbearbeitung rationell lösbar sind.