"Innovative Dämmung ist noch in der Entwicklung"

ZDB legt Papier gegen EnEV-Verschärfung vor

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes hat sich in einem Positionspapier gegen eine weitere Verschärfung der Energieeffizienzanforderungen an Gebäude ausgesprochen.

In einem Positionspapier spricht sich der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) gegen eine weitere Verschärfung der Anforderungen an die Energieeffizienz im Rahmen der EnEV 2012 aus. Der Verband spricht sich sowohl gegen höhere Anforderungen als auch gegen eine Steigerung des Anteils Erneuerbarer Energien aus. "Innerhalb so weniger Jahre die Anforderungen an das Bauen so drastisch zu verändern, verhindert private Investitionen und erreicht damit genau das Gegenteil: Investoren, und dazu gehören auch private Häuslebauer, brauchen verlässliche Rahmenbedingungen. Kurzfristige Zyklen für Gesetzesänderungen gehören nicht dazu," schreibt der Verband in seinem Papier.

Beim Sanieren komme erschwerend hinzu, dass bereits heute zur Erreichung der geforderten Werte Dämmstärken erforderlich seien, die von den Gebäudeeigentümern kaum noch akzeptiert würden. Der Verband weist auch darauf hin, dass die Entwicklung innovativer Materalien wie beispielsweise der Vakuumdämmung noch Zeit brauche. Er fordert zudem Änderungen des Mietrechts ein, die in der Koalitionsvereinbarung angemahnt wurden.

Der ZDB warnt zudem vor der Einführung von Kontroll- und Zertifizierungssystemen im Rahmen der Umsetzung der EU-Gebäudeenergierichtlinie in nationales Recht. Es gebe in Deutschland gut ausgebildete Energieberater, "ein zusätzliches Zertifizierungssystem für Aussteller erübrigt sich in Deutschland somit", schreibt der Verband. Durch ein Kontrollsystem für Gebäudeenergieausweise entstehe "ein erheblicher bürokratischer Aufwand mit entsprechenden, nicht zu rechtfertigenden Kosten." pgl

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