Mietsteigerung nach Sanierung soll begrenzt werden

Vergleichsmiete soll Energieeffizienz beinhalten

Öko-Mietspiegel sind für Kommunen teurer. Informationen aus dem Energieausweis könnten in die Bewertung der Gebäudebeschaffenheit einfließen.

Der Präsident des Deutschen Mieterbundes Franz-Georg Rips hat gefordert, den Wert einer energetisch modernisierten Wohnung im Mietspiegel zu berücksichtigen. Daniela Wagner, Sprecherin für Wohnungspolitik der Bundestagfraktion von Bündnis90/Die Grünen begrüßt in einer Stellungnahme die Idee eines Energie-Mietspiegels. Damit könnten energetische Sanierungen refinanziert und Mieter vor unberechenbaren Mietsteigerungen geschützt werden.

Sie weist allerdings auf einen Pferdefuß hin: Die Erstellung eines "ökologischen Mietspiegels" kann für Kommunen im Vergleich zu einem einfachen qualifizierten Mietspiegel um 5.000 Euro für kleinere Städte und um 15.000 Euro für Großstädte teurer sein. "Angesichts der desolaten Finanzsituation der Kommunen und den notwendigen Haushaltseinsparungen, schlagen wir vor bereits bei der Bildung der ortsüblichen Vergleichsmiete die energetische Gebäudebeschaffenheit als Vergleichsvariable aufzunehmen." Die dafür notwendigen Information können durch den Energieausweis nachgewiesen werden. Er ist durch die EU-Gebäuderichtlinie ab 2013 für alle Gebäude vorgeschrieben. "Eine Anhebung der Modernisierungsumlage kommt nicht in Frage, denn die Lasten der energetischen Gebäudesanierung kann man nicht vorrangig auf den Mietern abladen", betont Wagner. pgl

Eine Verwendung dieses Textes ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich.
Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

(wird nicht veröffentlicht)

Bitte tragen Sie hier die im Bild dargestellte Zeichenfolge ("Captcha") ein.
Dies dient der Vermeidung von Spam.

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.