Bis in drei Jahren sollen die industriellen Prozesse stehen

Schweizer forschen an bezahlbaren Aerogelen für Dämmung

In Dämmputz werden Aerogele heute schon eingesetzt. © Hasit

Schweizer Forscher wollen in drei Jahren bezahlbare Aerogele auch für die Dämmung herstellen.

Leichtschaum als Aerogel gilt als mögliches Material für Dämmstoffe der Zukunft. Erste Produkte gibt es mit dem Dämmputz Fixit bereits. Noch sind die Materialien allerdings aufgrund der langen Produktionszeiten für die Aerogele für den alltäglichen Einsatz viel zu teuer. Forscher der Schweizer Hightech-Schmiede EMPA arbeiten an verbesserten Herstellungsverfahren.

Matthias Koebel leitet das entsprechende Forschungslabor. Er hat ein neues Produktionsverfahren patentieren lassen. Es spart einen Teil der chemischen Lösungsmittel, die bislang zur Trocknung des Aerogels vor der Weiterverarbeitung verwendet wurden. Koebel entzieht dem Produkt 10 Prozent des Lösungsmittels und ersetzt es durch einen Katalysator. Das hat die Produktionszeit für die Aerogele bereits mehr als halbiert, sagt er.

Im Labormaßstab funktioniert das bereits in kleinen Behältern. Damit es beim industriellen Prozess nicht zu Problemen kommt will Knoebel nicht einfach die Größe der Behälter ändern, sondern mit den kleinen Behältern im industriellen Maßstab arbeiten.

Durch Zusatzstoffe wie Polymeren, die die Aerogele härten oder andere Stoffe lassen sich die Eigenschaften gezielt verändern. Teil des Knowhows, das notwendig ist, sind die richtigen Temperaturen bei der Wärmebehandlung, die korrekten Zeiten sowie die Zeitpunkte für die Zugabe der Reagenzien im Prozess.

Es gebe bereits Gespräche mit Partnern aus der Bauindustrie, berichtet Koebel. In drei Jahren soll die Produktion industriell umsetzbar sein, ein entsprechendes Sart-up ist in Vorbereitung. pgl

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