Freiburger Solararchitekt schickt Petition an Kanzlerin Merkel

Rolf Disch fordert Plusenergie-Haus als Standard

Solare Erträge sollen höher ausfallen als der Energieverbrauch. Bild: Disch

In einer Petition richtet sich der Freiburger Architekt Rolf Disch mit Unterstützung weiterer Prominenter an Kanzlerin Merkel. Er will das Plusenergiehaus als Baustandard etablieren.

Der Architekt Rolf Disch hat eine Petition an die Bundeskanzlerin verfasst. "Wir müssen auf den besten Standard bei Neubau und Sanierung setzen, auf Plusenergie, denn nur mit dem Plusenergie-Standard wird der Verbrauch auf ein Minimum reduziert und zugleich ein Überschuss an sauberer Energie erzeugt, vom Gebäude selbst", schreibt Disch in seinem Appell an Angela Merkel.

Unterstützt wird er von Bigi und Franz Alt (Sonnenseite), den Schauspielerinnen Renan Demirkan und Irene Fischer, Freiburgs früherem Oberbürgermeister Rolf Böhme, der Grünen-Abgeordneten Franziska Brantner, dem SPD-Landesvorsitzenden von Baden-Württemberg Nils Schmid, den "Stromrebellen" Ursula und Michael Sladek, dem Sozialwissenschaftler Claus Leggewie, der Verlegerin Antje Kunstmann, dem Mediziner und Träger des Deutschen Solarpreises Franz Daschner, Jörg Lange von der Initiative Energie in Bürgerhand sowie Matthias Willenbacher (Juwi).

Plusenergie solle Standard beim Neubau werden, fordern die Unterzeichner. Die energetische Gebäudesanierungsrate müsse von derzeit 1 Prozent auf mindestens 3 Prozent erhöht werden. In Anreizprogrammen für Neubau und Sanierung solle der Plusenergie-Standard die höchste Förderstufe bekommen und durch Niedrigst-Zins-Kredite gefördert werden.

Plusenergie sei wirtschaftlich günstiger für Investor und Gesellschaft als energetisch weniger ambitionierte Lösungen, heißt es in der Petition. Dennoch brauche es staatliche Anreize, um die Scheu vor den etwas höheren Initialkosten und die allgemeine Trägheit zu überwinden. Von allen Klimaschutzmaßnahmen seien im Bereich des Bauens und Sanierens die größten Effekte bei Zukunftsinvestitionen und Arbeitsplätzen zu erwarten. Mit dem daraus resultierendem zusätzlichen Steueraufkommen können die Fördermaßnahmen leicht finanziert werden. pgl

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