Keine wesentliche Belebung im laufenden Jahr erwartet

Marktforscher sehen Flaute am Dämmstoffmarkt

Dämmstoffbranche hat in Deutschland 2015 rund 1,4 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahr.

Der Dämmstoffmarkt in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) ist 2015 um 1,7 auf 2,99 Milliarden Euro geschrumpft, berichtet Interconnection Consulting. Vor allem der Rückgang bei Renovierungsarbeiten setze der Branche zu, so die Marktforscher. Der Absatz im Renovierungssegment ist im DACH-Raum 2015 um 5,4 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor gesunken.

Interconnection begründet die Sanierungsmüdigkeit der privaten Haushalte mit einer pessimistischen Einschätzung der Wirtschaftslage und der damit steigenden Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes bei vielen Familien. Laut der Studie wird der Rückgang der Renovierungstätigkeit auch in den nächsten Jahren anhalten. Ein Schrumpfen des Dämmstoffmarktes werde dabei nur durch einen Absatzanstieg im Neubausegment verhindert, so die Marktforscher. 2017 rechnen sie wieder mit Umsatzzuwächsen (+3,3 Prozent) jenseits der erwarteten Inflationsrate.

Umsatzbringer Nummer Eins für die Dämmstoffbranche ist der Wohnbau. Der Nicht-Wohnbau verliert demgegenüber im DACH-Raum weiter an Boden. Seit 2012 hat sich der Umsatzanteil in diesem Bereich um fast sechs Prozent auf 37,6 Prozent verringert.

In Österreich ging der mengenmäßige Absatz von Dämmmaterialien um 1,2 Prozent zurück, in der Schweiz um 3,2 Prozent. In Deutschland büßte die Branche 1,4 Prozent ihrer Umsätze gegenüber 2014 ein. Bei der Gebäudeisolierung sinkt allmählich die Nachfrage nach EPS (expandierter Polystyrolpartikelschaum) und XPS (extrudierten Polystyrol). 2015 betrug der Anteil von EPS und XPS am Gesamtmarkt im DACH-Raum 41,6 Prozent. 2012 war der Anteil von EPS und XPS noch um rund 1 Prozent höher. Stattdessen kommen Mineralwollarten wie Steinwolle oder Glaswolle immer stärker zum Einsatz. Quelle: Interconnection Consulting / sth

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