Großwohnsiedlung hat nach Sanierung CO2-neutrale Energiebilanz

Märkisches Viertel bekommt ein Biomassekraftwerk

Das Märkische Viertel in Berlin ist auf dem Weg zur größten Niedrigenergiesiedlung Deutschlands.

Mitte Juli 2009 hatte die Berliner Gesobau eine Auszeichnung des Bundesbauministeriums für die energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen im Märkischen Viertel erhalten. Nun folgt das I-Tüpfelchen: Das Blockheizkraftwerk, das die Fernwärme liefert, verbrennt künftig Biomasse. Das gaben das Wohnungsunternehmen und der Energieversorger Fernheizwerk Märkisches Viertel GmbH (FMV) bekannt. 

Die FMV wird bis zum Jahr 2011 das Fernheizwerk, das bisher Erdgas verbrennt, zu einem Heizkraftwerk umbauen, das durch den Einsatz von Biomasse in einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK) und somit regenerativer Energie, große Teile der Wärme fürs Märkische Viertel liefern wird. "Damit gelingt uns gemeinsam mit der FMV ein entscheidender Schritt beim Umbau des Märkischen Viertels hin zur größten Niedrigenergiesiedlung Deutschlands", freut sich Gesobau-Vorstand Jörg Franzen.

Die derzeit laufende energetische Modernisierung im Märkischen Viertel, die 2015 abgeschlossen sein wird, soll eine Reduzierung des Wärmebedarfs und somit des CO2-Ausstoßes um mehr als die Hälfte von 40.000 Tonnen auf dann nur noch zirka 17.000 Tonnen jährlich bringen. "Die Wärmeversorgung auf Basis regenerativer Energien bewirkt, dass das Viertel nach Beendigung aller Maßnahmen eine CO2-neutrale Energiebilanz ausweisen kann", sagt Franzen. In die Öfen wandern regionale nachwachsende Brennstoffe wie Waldrestholz und naturbelassenes Holz anderer Herkunft.

Mit dem Umbau zur Kraft-Wärme-Kopplungsanlage reduziert sich die Wärmeleistung von 182 auf 119 Megawatt. Das reicht künftig, um das Märkische Viertel und weitere 10.000 Wohnungen sowie Gewerbe zu versorgen. pgl

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