Holzfassade macht Vorteile des Werkstoffs erfahrbar

In Dornbirn entsteht nachhaltiges Hybrid-Hochhaus

Konzeptentwurf des Holz-Hochhauses. © Cree

In Dornbirn entsteht ein achtstöckiges Holz-Hybrid-Haus. Die tragenden Elemente aus Holz werden nicht verkleidet und machen die Vorzüge des Werkstoffs erlebbar.

Als erstes achtstöckiges, ungekapseltes Holz-Hybrid-Gebäude wächst der LCT ONE ab September 2011 in Dornbirn, Österreich, in die Höhe. Was 2009 mit einem Forschungsprojekt für innovative Konzepte für Holz-Hybrid-Hochhäuser begonnen hat geht in die Realisierungsphase. Die Tochterfirma der Rhomberg Gruppe Cree GmbH wird dort die Umsetzbarkeit des Systems für nachhaltigen Städtebau unter Beweis stellen und die Vorteile des Gebäudekonzepts präsentieren.

Der Lifecycle Tower erzeugt mehr Energie als er verbraucht. Architekten und Bauingenieure haben in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern erstmals Lösungen gefunden, wie sie Holz in Verbund mit Beton bis zu 100 Meter beziehungsweise 30 Geschosse in die Höhe wachsen lassen können. Darüber hinaus machen sich die Planer die hohen Werte in der Wärmeisolierung sowie in der Lärm- und Vibrationsdämmung von Holz zunutze.

Im Wesentlichen unterscheidet sich das Holz-Hybrid-Haus von anderen Projekten dadurch, dass die tragenden Elemente des Hauses nicht beplankt sind. Die nicht verkleidete Holzstruktur macht die Vorzüge des Baustoffes Holz im Innenraum erlebbar, spart Ressourcen und ist gleichzeitig ein wichtiger Teil des Brandschutzkonzepts. Ein weiterer Unterschied ist, dass das Gebäude zwar zum Großteil aus Holz besteht, jedoch Holz nur dort eingesetzt wird, wo es auch Sinn macht. Es wird also die Menge an Holz genutzt, mit der ein Optimum an Ressourceneffizienz gepaart mit entsprechender Funktionalität erreicht werden kann.

Wie in einem Baukasten können die strukturellen Elemente nach Belieben verschieden angeordnet werden. Ein LCT kann Hotel, Wohn- oder Bürogebäude sein, oder gar verschiedene Nutzungsmöglichkeiten unter einem Dach vereinen. Das Konzept hat auf der Expo Real in München das Vorzertifikat in Gold des Deutschen Gütesiegels Nachhaltiges Bauen erhalten. Quelle: Cree / pgl

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