Gegenfinanzierung für Anforderungen an Sanierung fehlt

Haus und Grund kritisiert 6-Punkte-Papier

Der Hausbesitzerverband Haus und Grund kritisiert das 6-Punkte-Papier zur Energiewende, weil es eine Erhöhung der Energiestandards ohne entsprechende Gegenfinanzierung fordert.

"Fortschritte bei der Energieeffizienz im Gebäudebestand wird es nur geben, wenn sich Eigentümer und Mieter an langfristig gültigen Standards orientieren können." Das sagte Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann anlässlich des Gesprächs der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder über die Neuausrichtung der Energiepolitik. In dem 6-Punkte-Papier der Minister Röttgen und Brüderle für eine beschleunigte Energiewende wird auch eine ambitionierte Erhöhung der Energiestandards von Gebäuden gefordert. "Eine weitere Verschärfung der energetischen Anforderungen im Gebäudebestand können vor dem Hintergrund des heute geltenden Miet- und Steuerrechts weder Hauseigentümer noch Mieter finanziell tragen. Daran würde auch die aktuell diskutierte Aufstockung der staatlichen Fördertöpfe auf zwei Milliarden Euro nichts ändern. Die geplanten Standards wären zu hoch", gab Kornemann zu bedenken. Wohnraum eigne sich nicht als Experimentierfeld für die Klimapolitik. Grundsätzlich stünden in dem Papier begrüßenswerte Dinge, "sie müssen nur tatsächlich handhabbar umgesetzt werden", kommentiert Corinna Merzyn vom Verband Privater Bauherren. "Sinnvoll wäre dafür zunächst auch einmal eine bessere Vernetzung der drei Ministerien, die für die energetische Sanierung zuständig sind." pgl

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