190.000 Erkrankungen noch bis 2015 erwartet

Forschungsinstitut informiert zu Asbest-Entsorgung

Asbest kann Lungen- oder Bauchfellkrebs auslösen. Sein Einsatz ist in der EU verboten. Bei Sanierungen kann es freigesetzt werden. Eine Broschüre beschreibt Vorgehensweisen bei der Entsorgung.

Asbest gilt als Auslöser für Lungen-, aber auch Bauchfell- und Rippfellkrebs. Es darf in der EU nicht mehr verbaut werden. Eingesetzt wurde es unter anderem in Fassadenverkleidungen, Decken, Nachtspeicheröfen oder Bodenbelägen. Gesundheitliche Schäden können durch den unsachgemäßen Umgang mit dem Material bei Sanierungsmaßnahmen auftreten. Schätzungen des Forschungsinstituts des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zufolge sind in Deutschland bis 2015 noch etwa 190.000 auf Asbest zurückzuführende Erkrankungen zu erwarten. Das Institut informiert in einer neuen Broschüre über den Gefahrstoff. Das Heft wendet sich besonders an Bauherren, Architekten, Ingenieure und Beauftragte, die mit Sanierung, Abriss und Entsorgung von asbesthaltigen Bauprodukten betraut sind. Gefährlich sind in der Entsorgung vor allem diejenigen Produkte mit einer geringen Asbestbindung, bei der die Fasern leicht wieder freigesetzt werden. Die Broschüre beschreibt, welche asbesthaltigen Baustoffe es gibt, zeigt Nachweisverfahren und erläutert, bei welchen Arbeiten die potenzielle Asbestbelastung besonders groß ist. Das Heft zeigt zudem, worauf es bei der Beseitigung und Verwertung von Asbestabfällen ankommt. pgl

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