Sanierungswillige Eigentümer sind älter als gedacht

Energiepreise sind wichtiger Sanierungsanreiz

Menschen, die ihre Häuser sanieren sind mit durchschnittlich 55 Jahren älter als gedacht. Private Vermieter sanieren schneller, aber sparsamer, so eine Studie der KfW.

Wer als Haus- oder Wohnungseigentümer energetisch saniert, ist durchschnittlich knapp 55 Jahre alt, hat einen Hochschulabschluss und fast 46.000 Euro in die Modernisierung gesteckt.

Diese Durchschnittswerte haben die KfW-Bankengruppe und das Institut der deutschen Wirtschaft Köln in einer Umfrage ermittelt. Die Studie bringt neue Erkenntnisse zur Motivation und Situation der Menschen, die sanieren. "Auffallend ist zum Beispiel, dass über 36 Prozent der befragten Wohneigentümer - und damit deutlich mehr als man erwarten konnte - älter als 60 Jahre sind", berichtet Michael Voigtländer, der auf Seiten des IW Köln für die Studie verantwortlich ist.

Insgesamt wurden über 5.500 Eigennutzer und private Vermieter sowie 250 Wohnungsunternehmen befragt, die zwischen 2006 und 2009 KfW-Fördermittel für klimafreundliche Modernisierungen in Anspruch genommen haben. Selbstnutzer sanieren ihre Wohnimmobilien durchschnittlich acht Jahre früher als Vermieter, sind aber deutlich sparsamer. Im Mittel gaben sie rund 288 Euro pro Quadratmeter für die Sanierung aus, während private Vermieter rund 394 Euro investierten. Bei den Wohnungsunternehmen liegt der entsprechende Wert bei 522 Euro.

Jeweils neun von zehn privaten Bauherren nannten als wichtigen Investitionsanreiz zur energetischen Sanierung eine größere Unabhängigkeit von den Energiepreisen oder die Senkung der Kosten für Heizung und Strom. Beinahe ebenso viele wollten einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und drei von vier Eigentümern wollten die Wohnqualität steigern. pgl

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