44 Projekte waren am Start

Deubau zeichnet Kreativquartier München aus

Das Kreativquartier München konnte sich unter 44 eingereichten Projekten den Deubau-Preis 2016 sichern.

Im Rahmen einer zweitägigen Sitzung hat die Fachjury Teleinternetcafe (Berlin) und Treibhaus (Hamburg) mit dem Projekt 'Kreativquartier München' zum Sieger des Deubau-Preises 2016 ernannt. Das Planerteam setzte sich gegen 44 konkurrierende Projekte durch.

In einer qualitativ hochklassigen Ausgabe des Wettbewerbs spiegelt der Entwurf 'Kreativquartier München' das hohe Niveau sämtlicher Projekte wider, die für das Finale nominiert worden waren. "Es ist ermutigend zu sehen, dass die aktuellen architektonischen Fragestellungen nicht mit plakativen Nachhaltigkeitsbegriffen beantwortet werden. Stattdessen war bei den Arbeiten eine intensive, handwerkliche Auseinandersetzung mit den ortsbezogenen Aspekten einer zukunftsfähigen Architektur erkennbar", zeigte sich Professor Johannes Kappler, fachlicher Leiter des Deubau-Preises, beeindruckt.

Der Entwurf 'Kreativquartier München' zeigt ein schlüssiges städtebauliches Gesamtkonzept zur Erschließung eines 20 Hektar großen Areals nordwestlich der Münchner Innenstadt, auf dem sich bereits jetzt Ateliers, Werkstätten und freie Theater angesiedelt haben. Durch das Spiel mit dichten und aufgelockerten Strukturen soll ein gemischtes Quartier mit 900 Wohneinheiten, Hochschule, Gewerbe, Kunst und Kultur entstehen. Der Entwurf basiert dabei auf einer logischen Weiterentwicklung von Teilquartieren unter Freihaltung einer zentralen Grünzone mit einer attraktiven Freiraumgestaltung. Zudem überzeugte die Jury die vernetzte Arbeitsweise der Entwurfsverfasser, an deren Ende kein fertiger städtebaulicher Entwurf, sondern eine prozessuale Entwicklungsstrategie mit einer räumlichen und gedanklichen Vielfalt steht.

Mit der Anerkennung für das 'Duett Warnemünde' von Löser Lott Architekten GmbH / Katharina Löser hebt die Jury eine Arbeit im architektonischen Maßstab hervor, die mit einer hohen gestalterischen Qualität ein Beispiel zeitgemäßer Alltagsarchitektur in einem historischen Kontext zeigt. Das 'Duett Warnemünde' umfasst zwei mehrgeschossige Bauten im historischen Stadtkern von Warnemünde, die unterschiedliche Wohnformen ermöglichen.

Die Anerkennung für das Studio Anna Heringer mit 'China Bamboo Hostels' steht dagegen für die internationale Dimension des Deubau-Preises, indem ein Werk gewürdigt wird, das von der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft auch in den vernachlässigten Teilen der Welt geprägt ist. Hinter dem Projekt 'China Bamboo Hostels' steht die Nutzung lokaler Ressourcen und lokaler Arbeitskräfte. Somit ist die Errichtung der Hostels im ländlichen China nicht nur nachhaltig, sondern wirkt ebenfalls identitätsstiftend durch die Beteiligung der lokalen Bevölkerung. Quelle: Deubau / pgl

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