Neue Förderrichtlinien für Schulen angekündigt

Bauministerin Hendricks sieht Bau als Schlüsselbranche

Bau ist Schlüsselbranche © Messe München

Bauministerin Hendricks hat auf der Bau 2015 eine neue Förderrichtlinie für Schulen und andere öffentliche Gebäude vorgestellt.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks sieht die Baubranche eng mit der Energiewende verbunden. Ansprüche an das Bauen und die Anforderungen des Klima- und Umweltschutzes seien nur scheinbar unversöhnliche Gegensätze. Planer und Architekten, Bauunternehmer und Baustoffproduzenten hätten sich längst auf die Notwendigkeit energiesparender Gebäude eingestellt, sagte Hendricks heute vor Teilnehmern einer Fachtagung des Bundesbauministeriums im Rahmen der Messe BAU 2015 in München.

Als Umwelt- und Bauministerin betrachte sie es als ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, "dass die Wohnkosten bezahlbar bleiben und gleichzeitig der erforderliche Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird". Hendricks gab neue Förderrichtlinien des Bundes für besonders effiziente Neubauten von Schulen, Kitas und anderen Bildungseinrichtungen bekannt und kündigte eine Reform der Energieeinsparverordnung für 2016 an.

Die Bundesbauministerin verwies darauf, dass für Bildungsbauten, die nach dem erprobten Standard "Energieeffizienzhaus-Plus" errichtet werden, ab sofort eine neue Förderrichtlinie zur Verfügung stehe. Sie solle Anreize gegeben, den "Plusenergie-Standard" bei Modellvorhaben an Kindertagesstätten, Schulen und geeigneten universitären Einrichtungen zu erproben. "Ich hoffe hier auf viele innovative kommunale und private Partner", sagte Hendricks.

Darüber hinaus kündigte Barbara Hendricks eine Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) bis 2016 an. Damit sollten EU-Vorgaben umgesetzt und der Niedrigstenergiegebäude-Standard eingeführt werden - ab 2019 für öffentliche und ab 2021 für private Neubauten. Dabei werde auch überprüft, wie Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Gebäude-Energieausweise verbessert und ein besserer Abgleich zwischen Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) und EnEV hergestellt werden könne. Hendricks: "Mir ist wichtig, dass wir auch bei der Weiterentwicklung des Energieeinsparrechts das Wirtschaftlichkeitsgebot, die Technologieoffenheit und den Verzicht auf Zwangssanierungen als feste Eckpunkte der Politik beibehalten."

Nach ihrer Rede zeichnete Barbara Hendricks die innovativsten Produkte auf der BAU 2015 aus. Der "Preis für Produktinnovation" wird von der Messe München und dem Bundesarbeitskreis Altbauerneuerung vergeben. Bundesbauministerin Barbara Hendricks ist Schirmherrin des Preises. Der Preis geht an Colt International in Kleve für den "ClimaTower", ein Gerät zum energieeffizienten Heizen, Kühlen und für die dezentrale Warmwasseraufbereitung, die Eternit Flachdach GmbH in Neuss für das Flachdachfenster "essertop Karat" sowie HASIT Trockenmörtel GmbH in Freising für das Produkt "HASIT Fixit 222 Aerogel" als mineralischem kalkhaltigerm Dämmputz. Quelle: Messe München / pgl

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