Bei Wohnungsbränden reichen jetzige Vorschriften

Bauminister wollen neue Tests für Brandschutz bei WDVS

Bei Wohnungsbränden reichen bisherige Brandschutzvorschriften. Das ergaben Tests im Auftrag der Bauminister. Nun soll es Versuche mit höherer äußerer Brandlast geben.

Die Bauministerkonferenz hat sich erneut mit dem Brandverhalten von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) mit Polystyroldämmstoffen beschäftigt. Sie hatte den Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau- und Wohnungswesen beauftragt, unter Einbeziehung der Feuerwehr alle relevanten Brandereignisse mit Wärmedämmverbundsystemen zu überprüfen.

Mittlerweile wurden insgesamt 18 Brandfälle untersucht. Das zugrundeliegende Szenario: Aus einer Wandöffnung schlagende Flammen bei einem Wohnungsbrand. Die Analyse ergab, dass für diesen Fall die Anforderungen, die sich aus der Zulassung ergeben, für hinreichende Sicherheit sorgen.

Nun soll es neue Tests geben, die Situationen mit erhöhter äußerer Brandlast abbilden. "Wir erhoffen uns dadurch Aufschluss darüber zu erhalten, ob bestimmte Außenbrandszenarien, wie ein in Brand geratener Müllmischcontainer aus Kunststoff, zusätzliche Maßnahmen erfordern", so die Vorsitzende der Bauministerkonferenz, die saarländische Innenministerin Monika Bachmann. Anschließend soll es Tipps zur Montage und zur Sicherheit auf Baustellen geben.

Auslöser der Initiative war ein Großbrand in Frankfurt im Mai 2012: Damals entzündeten sich Polystyrol-Dämmplatten an der Fassade einer Baustelle. Hessen hatte daraufhin eine Überprüfung der bisherigen Brandtests gefordert. pgl

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