Zunehmende Versiegelung wird transparent

Atlas zeigt Flächenverbrauch in Deutschland

Eine interaktive Web-Seite zeigt auf Basis topographischer Daten den Flächenverbrauch in Deutschland.

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung Dresden (IÖR) bietet Planern, Architekten und interessierten Laien einen besonderen Service: eine interaktive Webseite liefert auf Basis von topographischen Daten Zahlen und graphische Darstellungen zur Nutzung von Flächen bundesweit. Die Analysen erfolgen mit Hilfe von Geoinformationssystemen und neuen Auswertungsprogrammen.

Obwohl hochauflösende Luftbilder und topographische Karten in Hülle und Fülle existieren, sucht man verlässliche Zahlen zur Nutzung der Fläche, zum Grad der Überbauung mit Gebäuden und zur Bodenversiegelung für Deutschland bislang oft vergebens. Hier soll das neue Softwareprogramm "Monitor der Siedlungs- und Freiraumentwicklung" des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung Dresden (IÖR) Abhilfe schaffen.

Die Analysen erfolgen mit Hilfe von Geoinformationssystemen (GIS) und teilweise patentierten Auswerteprogrammen. Die Ergebnisse der Auswertung der Daten werden in Karten- und Tabellenform ausgegeben - für Deutschland insgesamt bis zu einzelnen Gemeinden. Damit sind sowohl räumliche als auch zeitliche Vergleiche zum Flächenverbrauch möglich. Da die Zahlen auf einfachste Weise sortiert werden, lassen sich beispielsweise Gemeinden, in denen der Flächenverbrauch besonders hoch oder niedrig ist, schnell ausmachen. "Mit der Webseite können sich Fachbehörden, Wissenschaftler, Verantwortungsträger vor Ort und die interessierte Öffentlichkeit informieren und beispielweise ihre Anstrengungen zum Flächensparen erhöhen", sagt Projektleiter Gotthart Meinel. bba

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