Öffentliche Aufträge ziehen durch Konjunkturpaket an

2009 wird ein schwieriges Jahr für die Baubranche

In Solartechnologien wird trotz schlechter Baukonjunktur investiert. Bild: Viessmann

Die Bauinvestitionen haben 2008 ein reales Volumen von zirka 219 Milliarden Euro erreicht. Dabei haben alle Bausparten zugelegt, vor allem aber der Wirtschaftsbau. Deutlich verhaltener verlief der öffentliche Bau sowie der Wohnungsbau. Das mit 56 Prozent wichtigste Segment bremste 2008 die Gesamtbilanz der Bauinvestitionen aus. Ursache dafür ist der eingebrochene Wohnungsneubau.

"Wir stellen uns auf ein schwieriges Jahr 2009 ein. Gleichwohl steht die deutsche Bauwirtschaft nicht am Beginn einer neuen rezessiven Phase. Mittelfristig wird sich die Gesamtkonjunktur stabilisieren und damit auch die Baukonjunktur wieder zulegen", ist Hans-Hartwig Loewenstein, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB), optimistisch.

Das Baujahr 2009 werde in der ersten Jahreshälfte im Hochbau insbesondere dank der Auftragspolster im Wirtschafts- und öffentlichen Hochbau noch vergleichsweise rege verlaufen. Die Auftragslage im Tiefbau lasse einen weniger günstigen Start erwarten, so Loewenstein weiter. Im Jahresverlauf wird sich im Tiefbaubereich eine Besserung abzeichnen, die aus der beginnenden Umsetzung der Maßnahmenpakete für Wachstum und Beschäftigung rührt.

Bei der Gesamtentwicklung erwartet der Verband in den neuen Ländern eine Steigerung von 3,7 Prozent, in den alten Ländern von 0,7 Prozent. Die Beschäftigtenzahl werde bei der prognostizierten Entwicklung auf dem Niveau von 2008 mit 705.000 zu halten sein, so der ZDB-Präsident weiter. pgl

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