Finanzierung muss über den Haushalt erfolgen

"1,5 Milliarden für Gebäudesanierung zu wenig"

Wohnungswirtschaftliche Verbände, Baugewerbe und Mieterbund sind der Meinung, dass 1,5 Milliarden Euro pro Jahr viel zu wenig sind, um die Sanierungsquote im Gebäudebestand zu erhöhen.

1,5 Milliarden für die Gebäudesanierung seien zu wenig, so die Spitzenverbände des Wohnungsbaus. Sie werfen der Bundesregierung "Inkonsequenz bei der Klimapolitik" vor. Aktuell - in diesem und im kommenden Jahr - liegt die notwendige Untergrenze für die Förderung der energetischen Gebäudesanierung, das hat die Bundesregierung erkannt, bei 2 Milliarden Euro. Alles darunter ist klimapolitisch verfehlt. "Wichtig ist eine gesicherte Finanzierung für das KfW-Gebäudesanierungsprogramm, und zwar aus regulären Haushaltsmitteln", so die Kampagne "Impulse für den Wohnungsbau", in der der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel, der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau, der Deutsche Mieterbund, die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt und der Zentralverband Deutsches Baugewerbe zusammenarbeiten.

Die Verbände begrüßen die geplanten steuerlichen Anreize, fordern aber, dass diese auch dem vermieteten Geschosswohnungsbau zu Gute kommen müssen. Es sollten außerdem nicht nur Maßnahmen für die technische Ausstattung gefördert werden, sondern auch für die Gebäudehülle.

Mittelfristig würden sogar fünf Milliarden Euro pro Jahr an KfW-Fördermitteln benötigt. Diese Summe nennt auch Dena-Chef Stephan Kohler, wenn man eine Sanierungsrate von 2 Prozent erreichen wolle. Eine solche Summe müsse gesichert in den Haushalt eingestellt werden, so die Verbände. Derzeit ist geplant, die Gebäudesanierung aus dem Handel mit Emissionszertifikaten zu finanzieren. 117pgl

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