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Energiespar-Fenster und Passivhaus-Fenster

Außenansicht eines Niedrigenergiehauses mit Kunststofffenstern
Kunststofffenster eignen sich für das Niedrigenergiehaus. © Schüco

Um energetische Verbesserungen und bessere Dämmwerte zu erzielen, ist bei Fenstern eine ausgefeilte Konstruktion von Kammern und Dichtungen notwendig. Diese gibt es sowohl für Kunststoff- als auch für Holz-Alu-Fenster.

Bei Holzfenstern verbessern in die Rahmen integrierte Luftkammern die Dämmeigenschaften, ohne die Tragfähigkeit zu beeinträchtigen. Auch bei Kunststoffprofilen dienen Luftkammern zur Dämmung. Einige Hersteller bieten zudem Thermodämmkerne an. Diese werden in die Profile eingeschoben. Damit lassen sich Werte wie bei Fenstern für ein Passivhaus mit einem U-Wert von unter 0,8 W/m2K erreichen. Gearbeitet wird zudem mit neuen Materialien wie faserverstärkten Werkstoffen. Diese vermeiden Stahlarmierungen und verhindern Wärmeverluste.

Ein Handicap war lange die Profilbreite der Passivhaus-Fenster. Im Rahmen des Projekts "Hochwärmedämmende Fenster- und Fassadensysteme" (HWFF) wurde bis 2008 ein schlankes Fensterprofil auf Passivhaus-Niveau entwickelt, das mit 90 Millimetern auskommt. Im Passivhausbereich liegt die Rahmenbreite teilweise bei 100 Millimetern und mehr. Das schlanke Fensterprofil hat einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von 0,68 W/m²K. Herzstück des Rahmens ist ein Isolierschaum aus Polyurethan. Die durch die Aufschäumung entstehenden dünnen Wände mit Lufteinschlüssen führen zu einer geringen Wärmeleitfähigkeit. Warm- und Kaltseite sind thermisch weitestgehend voneinander entkoppelt. Einige Hersteller bieten mittlerweile bereits serienreif Passiv-Haus-Fenster mit Rahmenbreiten von 90 Millimetern und darunter an. Dabei ist jedoch auch Vorsicht geboten: die dünneren Breiten können dazu führen, dass die Langzeitstabilität leidet.

 

Insgesamt hat sich das Angebot an Passivhausfenstern in den letzten Jahren erweitert. Inzwischen gibt es mehr als 50 Hersteller, so das Passivhaus-Institut. Passivhaus-Fenster bestehen aus Dreischeibenwärmeschutzverglasungen, wärmedämmenden Fensterrahmen aus Holzwerkstoffen, Kunststoffen oder Aluminium, einer wärmedämmenden Pfosten-Riegel-Konstruktion, thermisch getrennten Abstandhaltern sowie Hilfsmitteln für die wärmebrückenfreie Fenstermontage und für den luftdichten Einbau von Fenstern. Das soll gewährleisten, dass die innere Oberflächentemperatur am Glas auch dann gegeben ist, wenn es draußen knackig kalt ist.


Der Wärmedurchgangskoeffizient eines Passivhaus-Fensters beträgt weniger als 0,8 W/m²K. Passivhausfenster werden vor allem im Neubau, teilweise aber auch in der Sanierung eingesetzt.

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