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Kerndämmung

Außenansicht denkmalgeschütztes Haus in Hamburg
Auch denkmalgeschützte Häuser lassen sich energieeffizient sanieren. © Dena

Bei der Kerndämmung ist es notwendig, dass die Vorsatzschale intakt ist. Die Hohlräume, die zur Dämmung verwendet werden, müssen durchlässig und frei von Schutt- oder Mörtelresten sein.

Generell gilt Kerndämmung durch eine Verschärfung der Wärmebrückenproblematik als schadensanfälliger als andere Verfahren. Sie kann aber im Einzelfall eine Alternative zur Außendämmung sein, wenn diese aus bautechnischen oder optischen Gründen nicht möglich oder nicht erwünscht ist.

Notwendig ist bei der Kerndämmung die Hinzuziehung eines Bauphysikers zur Berechnung von Wärme und Feuchte nach der geplanten Sanierung.

 

Dämmstoffe

Die nachträgliche Kerndämmung im Bestand ist mit Einblasdämmstoffen oder Ortschaum möglich. Der Dämmstoff wird dabei durch in die Außenmauer gebohrte Löcher eingebracht. Dabei haben Sanierungswillige die Wahl zwischen faserigen Produkten wie Steinwolle mit einer Wärmeleitzahl von 040, Schäumen wie PUR-Ortschaum (WLZ 027) und körnigen, rieselfähigen Produkten wie Perliten (045 oder 040), Polystyrol (034 oder 033) oder Nanogel (021). 

Die Kosten der Kerndämmstoffe liegen zwischen 100 und 150 Euro pro Kubikmeter und amortisieren sich schnell. Anders sieht es beim Nanogel aus, das mit 1.500 Euro noch teuer zu Buche schlägt. Dennoch kann sich dieser Einsatz auch wirtschaftlich lohnen, da der geringe U-Wert bei diesem Dämmstoff Energie einsparen lässt.

Alternativ zur Kerndämmung ist die Dämmung der Außenwand von außen mit einer Dämmschicht und einer Verblendung möglich. Mit dieser Maßnahme können Wärmebrücken vermieden werden.

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