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Holzfassade

Fassade aus Holz
Eine Holzfassade hält warm und sieht gut aus. © Holzabsatzfonds

Die Holzverkleidung für das Haus erlebt derzeit quasi eine Renaissance. Denn zum einen ist der Werkstoff Holz im Zuge des verstärkten ökologischen Bewusstseins wieder populär. Seine Produktion ist im Vergleich mit anderen Fassadenmaterialien weniger aufwendig und umweltschonender.

Zum anderen bietet eine Holzfassade eine relativ einfache und kostengünstige Möglichkeit, die Wärmedämmung des Hauses zu verbessern. In den meisten Fällen kann das neue Holzkleid ohne große Instandsetzungsmaßnahmen auf die Außenwand montiert werden.

Doch für einen verbesserten Wärmedämmwert sorgt dabei nicht die Fassade selbst. Zwar hat Holz auch gute Eigenschaften zur Wärmedämmung. Entscheidend ist jedoch der Dämmstoff, der zusätzlich angebracht wird.

Mit einer Holzfassade lassen sich alle gängigen Dämmstoffe kombinieren. Während etwa mineralische Materialien für einen besonders guten U-Wert sorgen, bieten Holzfaserdämmplatten einen anderen Vorteil: Sie stellen einen relativ festen Untergrund dar, auf dem die Unterkonstruktion für die Holzfassade recht stabil angebracht werden kann.

Prinzipiell gilt für eine nachträgliche Holzverkleidung: Die Dämmschicht sollte mindestens 10 Zentimeter dick sein.

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Die Holzfassade selbst wird immer mit einem Abstand zur alten Fassade angebracht, um für eine Hinterlüftung zu sorgen. So ist sichergestellt, dass das Holz nach Regen rasch abtrocknen kann. Empfohlen wird ein Hohlraum von gut zwei Zentimetern. 

Um gegen Regen und Feuchtigkeit gewappnet zu sein, sind weitere Maßnahmen ratsam: Ein ausreichender Dachüberstand schützt von oben. Zum Boden sollte die Holzfassade einen Abstand von mindestens 30 Zentimetern haben. Da Holz bei Feuchtigkeitsschwankungen arbeitet, sind Bretter zu empfehlen, die mindestens 18 Millimeter dick und höchstens 200 Millimeter breit sind.

 

Eine Holzfassade besteht entweder aus Vollholz oder großen vorgefertigten Holzwerkstoffplatten. Letztere sind aufgrund kürzerer Bauzeiten derzeit im Trend.

Grundsätzlich können alle einheimischen Holzarten verwendet werden. Besonders gerne genommen werden Lärche und Douglasie, da sie quasi über einen eigenen natürlichen Schutz verfügen und nicht mehr behandelt werden müssen. Fichte und Tanne eignen sich dagegen für Holzfassaden, die einen farbigen Anstrich erhalten sollen.

Für Holzarten, die einen Schutz benötigen, sollte eine pigmentierte Beschichtung verwendet werden. Sie schützt vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung. Die Wartungsintervalle für eine solche Fassade liegen bei etwa zehn Jahren. Unbeschichtetes Holz wie Lärche und Douglasie ist quasi wartungsfrei.

Die Preise sind natürlich abhängig von den individuellen Gegebenheiten. Hausbesitzer können mit Kosten rechnen, die bei 50 Euro pro Quadratmeter (ohne Dämmung) beginnen. Interessierte wenden sich am besten direkt an die Fachbetriebe vor Ort wie etwa Zimmereien.

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