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Wände

Mädchen und Junge spielen mit kleinen Ziegeln.
Ziegel verfügen über sehr gute Eigenschaften bei der Wärmedämmung. © Wienerberger

Die Außenwände sind ausschlaggebend für den ersten Eindruck, den ein Haus vermittelt. Doch nicht nur das: Ihre Dämmung, ihr Aufbau und ihre Gestaltung entscheiden auch mit darüber, wie viel kostbare Heizwärme ein Haus im Winter nach außen abgibt und wie schnell es sich im Sommer aufheizt. Bei Außenwänden liegt der von der EnEV derzeit geforderte U-Wert bei 0,35 W/m² K. Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil entweicht. Mit einer guten Wärmedämmung liegt der Wert unter 0,2 W/m²K.

Es gibt unterschiedliche Varianten, Außenwände zu gestalten. Gemeinsam haben sie alle, dass sie Niederschlägen, Luftverschmutzung und aufsteigender Feuchtigkeit standhalten müssen.


Monolithische Außenwand

Die massiv ausgeführte Konstruktion besteht aus einem Baustoff - abgesehen von Putz und Mörtel - zum Beispiel aus Ziegeln, Porenbeton oder Leichtbeton. Ziegel sind dabei heutzutage nicht mehr massiv, sondern entweder durch Luftkammern wärmedämmend oder mit unterschiedlichem Dämm-Material gefüllt.


Holzständerbauweise

Üblich ist auch Holzständerbauweise. Dabei wird ein Gerüst aus Holz erstellt, dessen Gefache dann mit unterschiedlichen Dämmstoffen gefüllt werden. Für die sichtbare Fassade gibt es viele Optionen, vom Wärmedämmverbundsystem bis zur vorgehängten Konstruktion.

Außendämmung

Die Tragfunktion übernimmt bei der Außendämmung eine Massivwand, zum Beispiel aus Kalksandstein, Beton oder Ziegel. Den Wärmeschutz gewährleistet die außen angebrachte Wärmedämmung.

Kerndämmung

Im Zwischenraum einer zweischaligen Massivwand ist ein Hohlraum, der aufgefüllt wird. Hierbei kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz.

 

Vorhangfassade

Die Vorhangfassade erhält eine Verkleidung, die mit der Unterkonstruktion an der Wand verbunden wird. Beim Material für die sichtbare Fassade sind viele Varianten denkbar.

Vakuumdämmung

Noch relativ neu sind so genannte Vakuumisolationspaneele. Sie sind fünf bis zehn Mal dünner als herkömmliche, am Hausbau eingesetzte Dämmmaterialien und bilden so eine platzsparende Alternative.

Innendämmung

Darf die Fassade eines Gebäudes zum Beispiel aus Denkmalschutzgründen nicht verändert oder soll ein Keller ausgebaut werden, lässt sich bei der Sanierung die Dämmung entweder als Kerndämmung oder auch innen anbringen. Das hat Vorteile: Es ist kein Gerüst notwendig, und die einzelnen Arbeitsschritte bei der Renovierung können sukzessive in Eigenleistung erbracht werden.

Holzfassade

Die Holzverkleidung für das Haus erlebt derzeit quasi eine Renaissance. Denn zum einen ist der Werkstoff Holz im Zuge des verstärkten ökologischen Bewusstseins wieder populär. Seine Produktion ist im Vergleich mit anderen Fassadenmaterialien weniger aufwendig und umweltschonender.

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