Dämmung mit Kork
Kork ist vielseitig verwendbar: Im Dach als Granulat zur Zwischensparrendämmung, in Form von Platten als Aufdachdämmung oder in der Wand.
Backkork wird unter Zusatz von Wasserdampf und Druck bei 350 Grad "gebacken". Durch die hohe Temperatur tritt das natürliche Harz Suberin aus den Zellen aus, die Zellen vergrößern sich. Dadurch verbessern sich die Dämm-Eigenschaften des Materials. Anschließend wird der Kork zu Platten geschnitten.
Für Kork-Dämmstoff, der als Füllmassse eingeschüttet wird, lassen sich auch gesammelte Flaschenkorken verwenden.
Die Wärmeleitfähigkeit von Kork liegt bei 0,040 W/m2K. Die Wärmeleitfähigkeit gibt an, wie viel Wärme ein Stoff durchlässt. Je geringer die Zahl, desto besser wird gedämmt. In einer Untersuchung im Oktober 2009 hat Öko-Test jedoch bei einigen Kork-Produkten vor mikrobieller Belastung gewarnt.
Verarbeitung von Baustoffen aus Kork
Backkork-Platten können mit einer Hand- oder Tischkreissäge bzw. einem elektrischem Fuchsschwanz oder Handsägen geschnitten werden. Granulate können als fugenfreie Dämmung in Hohlräume händisch oder mit einer Einblasmaschine eingebracht werden. Bei der Verarbeitung einiger Korkprodukte gelten Anforderungen des Arbeitsschutzes.




