Dämmung mit Flachs
Dämmstoffe aus Flachs gehören nach Angaben der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,04 W/m2K zu den Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen mit den besten Wärmedämmeigenschaften. Die Wärmeleitfähigkeit gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil entweicht. Je geringer der Wert ist, desto besser.
Dämmstoffe aus Flachs (und auch aus Hanf) sind sehr formbeständig. Durch natürliche Bitterstoffe ist Flachs relativ resistent gegen Schädlingsbefall durch Insekten oder Nagetiere. Alle baurechtlich zugelassenen Produkte erfüllen die Ansprüche des Wasserbinde- und Brandverhaltens.
Verwendung von Dämmstoffen aus Flachs
Flachsdämmstoffe dienen dem Wärme- und Schallschutz und können in Außen- und Innenwänden sowie in Dach- und Deckenkonstruktionen eingesetzt werden.
Verarbeitung von Baustoffen aus Flachs
Flachsbaustoffe verursachen keine Hautreizungen und sind problemlos zu verarbeiten. Dies kommt besonders Bauherren entgegen, die in Eigenleistung bauen. Die Flachskurzfaser wird mechanisch verfilzt. Unter Verwendung von Klebern wie Kartoffelstärke oder mit Kunststofffasern werden die Kurzfasern geschichtet und zu unterschiedlich starken Dämmstoffmatten verarbeitet. Diese lassen sich einfach mit einem Elektro-Fuchsschwanz oder einer Handsäge zuschneiden.
Förderung
Nach einem Boom durch entsprechende Förderprogramme des Bundes zum Dämmen mit nachwachsenden Rohstoffen hat das Interesse der Bauherren mit dem Auslaufen der Förderung wieder nachgelassen. Mittlerweile gibt es nur noch wenige Hersteller, die diese Produkte anbieten.




