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Hersteller sieht hohe Nachfrage nach nicht brennbaren Systemen

Xella wird zum WDVS-Komplettanbieter

23.01.2013, 07:20

Der Hersteller von Wand- und Trockenbaustoffen Xella reagiert mit einem eigenen Wärmedämmverbundsystem (WDVS) auf die jüngste Kritik an Systemen auf Polystyrol-Basis. Zwar wird die Multipor Mineraldämmplatte des Herstellers mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,045 W/(mK) bereits seit längerem als Baustein in WDVS eingesetzt, aber Xella hatte nicht alle Systemkomponenten im Programm. Auf der Bau 2013 in München hat das Unternehmen nun ein eigenes WDVS vorgestellt, das sämtliche Systemprodukte und Zubehörartikel umfasst. 

Die Multipor Mineraldämmplatten werden in Stärken von 60 mm bis 300 mm angeboten. Bei einer Außenwand aus Silka Kalksandstein mit einer Dicke von 175 mm werde mit einer Dämmstärke von 180 mm ein U-Wert der Außenwände von 0,23 W/m²K erreicht, berichtet Xella. Dabei bietet das System diverse Vorteile gegenüber anderen gängigen WDVS. So sind die silikatischen Platten aus Kalk, Sand und Zement formstabil und druckfest, diffusionsoffen und vollständig recyclebar.

Besonders betont Xella aber die guten Brandschutzeigenschaften von vollmineralischen Wärmedämmverbundsystemen. Neben den Mineraldämmplatten kommt als Klebe- und Armierungsschicht ein mineralischer Leichtmörtel zum Einsatz und auch der Oberputz ist mineralisch. Damit seien alle Komponenten nicht brennbar, selbst bei höchsten Temperaturen seien giftige Dämpfe oder Rauch ausgeschlossen, so der Hersteller. Als weiteren Vorteil nennt er die kapillar-aktiven Eigenschaften des Oberputzes, die dafür sorgen, dass Feuchtigkeit aufgenommen und zwischengelagert wird. Dadurch werde die Besiedlung durch Algen oder andere Microorganismen verhindert.

Als weiteres Element seines Produktportfolios für die energieeffiziente Gebäudehülle zeigte Xella auf der Bau einen neuen Ytong Kimmstein aus Porenbeton. Aufgrund der homogenen Porenstruktur besitze der Kimmstein in alle Richtungen gleiche Wärmedämmeigenschaften. Das mache ihn zum idealen Baustoff, um Wärmebrücken am Fußpunkt von herkömmlichem Mauerwerk zu vermindern. Der Ytong Therm Kimmstein ist laut Xella ein einfaches System zur Dämmung zwischen Kellerdecke und aufgehenden Wänden. In europäischen Nachbarländern werde er bereits seit vielen Jahren eingesetzt. sth

 

 

 

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