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Aufgabe ist ein Zentrum für Migration in Stuttgart

Xella schreibt Wettbewerb für Architekturstudenten aus

17.10.2014, 08:30

Der 29. Xella Studentenwettbewerb steht unter dem Motto "Kosmopolis. Zentrum für Migration in Stuttgart" und stellt damit ein gesellschaftspolitisches Brennpunktthema in den Mittelpunkt der Auslobung. Aufgabe ist dabei, ein neues Gebäude für die Integrationsförderung zu entwickeln. Bis zum 13. März 2015 haben die Teilnehmer Zeit, ihre Ideen mit konkreten Plänen darzustellen und einzureichen.

Die Aufgabenstellung kommt vom Institut für Raumkonzeptionen und Grundlagen des Entwerfens der Universität Stuttgart unter der Leitung von Professor Markus Allmann. Bereits kurz nach Veröffentlichung der Auslobung Anfang September lagen schon von 37 Hochschulen Anmeldungen vor.

Das Thema des Wettbewerbs kommt nicht von ungefähr: Stuttgart ist neben Frankfurt am Main unter den deutschen Großstädten die Stadt mit dem höchsten Migrantenanteil. Gleichzeitig ist es die erste deutsche Großstadt, die mit dem Bündnis für Integration ein kommunales Integrationskonzept vorgelegt und damit international eine Vorreiterrolle eingenommen hat. Ein Zentrum für Migration, wie es der aktuelle Xella Studentenwettbewerb beschreibt, kann vor diesem Hintergrund ein weiterer wichtiger Baustein für das erfolgreiche gesellschaftliche Zusammenleben verschiedener Nationen und Kulturen in Stuttgart werden und mit einem neuartigen Angebot an diesem Standort große Wirkung erzielen.

Vor diesem Hintergrund stellt die Wettbewerbsaufgabe "Kosmopolis. Zentrum für Migration in Stuttgart" eine besondere konzeptionelle und entwurfliche Herausforderung dar, die trotz bestimmter Vorgaben in der Auslobung die Chance bietet, neue Wege zu beschreiten und der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Das zu planende Zentrum für Migration soll als wichtige Anlaufstelle neue räumliche Möglichkeiten zur Umsetzung der Leitziele des Integrationskonzeptes bieten und gleichzeitig in zentraler Lage den Wert von kultureller Vielfalt für die Stadtgesellschaft verdeutlichen. Das Projekt soll der Stuttgarter Integrationspolitik im Stadtraum ein Gesicht geben und das Selbstverständnis der Neckarmetropole als internationale Stadt unterstreichen.

Vorgegeben ist eine Nutzfläche von 2.220 m² für verschiedene Fach- und Gruppenräume, Werkstätten und Ateliers sowie einem Theater- und Mehrzwecksaal. Damit beinhaltet das Gebäude ein breites Raumangebot für Kurse, Veranstaltungen und Treffen, das in erster Linie Gruppen und Vereinen aus dem Bereich der migrantischen Selbstorganisation vorbehalten ist. Ein Café bzw. Restaurant mit Bar sowie eine Bibliothek, ein Ausstellungsbereich und ein Gebets- und Meditationsraum ergänzen das Raumprogramm und stellen eine möglichst vielfältige Nutzung sicher.Als Wettbewerbsgrundstück wurde ein ca. 3.350 m² großes Gelände am nordwestlichen Rand des Stuttgarter Talkessels ausgesucht, das auf zwei Seiten durch stark frequentierte Verkehrsachsen und im Osten durch eine 12 Meter hohe Stützwand begrenzt wird. Je nach Konzept können auch eine leerstehende benachbarte Realschule und deren Freiflächen sowie die angrenzende Bebauung eines Energieunternehmens mit in den Entwurf einbezogen werden. Außerdem wird erwartet, dass sich der zu planende Baukörper mit der Umgebung auseinandersetzt und für eine Aufwertung des Ortes sorgt.

Anmeldeschluss ist der 9. November 2014, Abgabetermin der 13.März 2015. Bis zum 12. November haben alle Teilnehmer Gelegenheit Rückfragen zu stellen, die im Nachgang für alle online veröffentlich werden. Ein für den 21.11.2014 geplantes Symposium in Stuttgart kann zur weiteren Informationen über die Wettbewerbsaufgabe genutzt werden. Die besten Entwürfe und Ideen werden im Juni 2015 von einer prominent besetzten Jury prämiert und im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung ausgezeichnet. Quelle: Xella / pgl

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