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Wohnungsbau hat im ersten Halbjahr deutlich zugelegt

Wachstums-Chancen im Baugewerbe sind gut

21.09.2014, 07:30

Neubau mit Gerüst
Neubau hat 2014 deutlich zugelegt. © B. Baumann

Im ersten Halbjahr 2014 wurden knapp 10 Prozent mehr Wohnungen genehmigt als in den ersten sechs Monaten von 2013, so Zahlen aus einer aktuellen Umfrage von Bauinfoconsult. Der Auftragseingang lag im Wohnungsbau um 8,5 Prozent und der Umsatz sogar um 15,4 Prozent über dem Niveau des ersten Halbjahres 2013, meldet der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie.

Auch die Zukunftsaussichten seien positiv: Im ersten Halbjahr diesen Jahres wurden Baugenehmigungen für rund 137.000 Wohnungen erteilt, 9,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Mehrfamilienhausbau sind die Neubaugenehmigungen sogar um 12,8 Prozent gestiegen. Die aktuelle Bauprognose der Düsseldorfer Marktforscher von Bauinfoconsult geht davon aus, dass dieser Trend anhält und die Zahl der Fertigstellungen im Wohnungsbau 2014 und 2015 weiter ansteigt.

Auch der Kreditversicherer Euler Hermes sieht ein Plus im Baubereich. Dessen Ökonomen prognostizieren für die deutsche Baubranche im Jahr 2014 einen Zuwachs von  plus 3,5 Prozent auf einen Gesamtumsatz von 285 Milliarden Euro und für 2015 sogar ein Plus von 5,3 Prozent. "Das Baugewerbe in Deutschland boomt – entgegen dem allgemeinen Trend in Europa", kommentiert Ludovic Subran, Chefökonom bei Euler Hermes. "Das Wachstum resultiert dabei fast ausschließlich aus dem Segment der privaten 'Häuslebauer'".

Die Wachstumsregionen im Wohnungsbau liegen insbesondere im Süden und Osten, so Bauinfoconsult. Doch auch in Nordrhein-Westfalen haben die Bauanfragen zugenommen. "Im ersten Halbjahr wurde dort der Bau von 22.234 neuen Wohnungen genehmigt. Das sind 11,6 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum und spürbar mehr als in den alten Bundesländern insgesamt", meldet die LBS West.

Ab 2016 könnte der Eigenheimbau die Mehrfamilienhäuser als dynamischster Neubausektor ablösen, schätzt Bauinfoconsult. Das zu erwartende anhaltende Wachstum der Genehmigungszahlen dürfte 2014 zu einer deutlichen Steigerung der Fertigstellungen im Geschosswohnsegment führen – und zwar um über ein Viertel im laufenden Jahr und um nochmals 10 Prozent in 2015.

Gestützt werde die positve Entwicklung im Mehrfamilienhausbau neben der verstärkten Nachfrage in Ballungsgebieten vor allem von der Hoffnung der Investoren auf Renditen durch Neubaumieten und dem Trend zu mehr Eigentumswohnungen. Im Eigenheimsegment sorgen die niedrigen Zinsen derzeit für viel Bewegung auf dem Markt für Gebrauchtimmobilien.

Auch der Neubau kommt wieder verstärkt in Gang, allerdings werden sich die Genehmigungen in diesem Segment bis spätestens 2015 erholen. Ab 2016 erwartet Bauinfocsult im Eigenheimsegment deutlich höhere Steigerungsraten als im Geschosswohnungssegment, wo es zu ersten Anzeichen von Sättigung kommen werde.

Das ortsübliche Neubauniveau wird vor allem in den neuen Ländern überschritten. Im Eigenheimsegment holen Brandenburg und Thüringen deutlich auf. In den südlichen Wohnungsbauhochburgen Bayern und Baden-Württemberg ist das Fertigstellungsniveau zwar am höchsten, jedoch ist im Einfamilienhausbau in 2014 und 2015 kein großer Entwicklungsschub zu erwarten.

Ab 2016 erwarten Fachleute den bundesweit stärksten Anstieg  in Bayern. "Zugpferde sind dort zum Beispiel der Raum München, die Region Augsburg oder Südostbayern", so Bauinfoconsult. Gründe für die starke Nachfrage seien neben der positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik Zinsen auf einem Rekordtief, niedrige Anforderungen an Eigenkapital bei der Finanzierung, eine geringe Arbeitslosigkeit, eine höhere Kaufkraft der Deutschen durch steigende Löhne sowie eine stärkere Zuwanderung, urteilt Euler Hermes. von Pia Grund-Ludwig

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