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Betrieb soll künftig mit Biogas erfolgen

VW und Lichtblick wollen Leistung von zwei AKWs liefern

09.09.2009, 12:08

Fischschwarm
Wie Fische in einem Schwarm sollen KWK-Anlagen kooperieren. Bild: GesaD/Pixelio

Der Autobauer Volkswagen und das Energieunternehmen Lichtblick haben am 9. September 2009 eine weltweit exklusive Energiepartnerschaft unterzeichnet. Damit steigt Lichtblick in nächster Zukunft in den Betrieb eines virtuellen Kraftwerkes ein. Der Hamburger Energieversorger nennt das Konzept ein "Zuhausekraftwerk" und verwendet dafür das populäre Bild eines Schwarms: "Man muss sich die Zuhausekraftwerke wie einen Fischschwarm vorstellen: Viele kleine Einheiten bilden eine große, leistungsfähige Gemeinschaft, die Schwarmstrom erzeugt", erläutert Lichtblick-Vorstandschef Christian Friege.

Mit einer Leistung von 2.000 Megawatt erreicht dieses dezentrale Gaskraftwerk auf Basis von Kraft-Wärme-Kopplung nach Angaben der Betreiber die Kapazität von zwei Atomkraftwerken. Außer Strom wird Heizenergie und Warmwasser erzeugt. Lichtblick will die Anlagen in Zukunft mit regenerativem Biogas betreiben.

Das Betriebsmodell sieht vor, dass die Nutzer für die Installation 5000 Euro bezahlen. Für diesen Preis werden bestehenden Installationen ausgebaut und die KWK-Anlage installiert. Sie bleibt aber im Besitz von Lichtblick. Der Kunde erhält 5 Euro Miete für den Raum. Er bezahlt die tatsächliche verbrauchte Wärme. Grundlage für die Preisberechnung ist der Gaspreisindex des Statistischen Bundesamts. Pro eingespeister Kilowattstunde Strom bekommt der Kunde 5,79 Cent. Der monatliche Grundpreis liegt bei 20 Euro. Dafür übernimmt Lichtblick Wartung, Reperaturen und Versicherung der Anlage.

Mit dem Konzept könne auch die Windkraft gefördert werden, so Lichtblick. Es könne dann Strom aus dem Haushaltsnetz geliefert werden, wenn kein Strom aus Windkraft zur Verfügung stehe. Ähnliche Konzepte eines "virtuellen Kraftwerks" wurden vor einiger Zeit bereits an der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld mit Mini-Blockheizkraftwerken untersucht.

Lichtblick bringt die Anlagen zunächst in Hamburg auf den Markt. Ab Frühjahr 2010 können die ersten Geräte eingebaut werden. Der Kunde zahlt einen Installationszuschuss von 5.000 Euro. Lichtblick weitet den Vertrieb ab 2010 Schritt für Schritt auf das ganze Bundesgebiet aus. Der Berliner Energieversorger Gasag, der Geräte von Whispergen im Pilotbetrieb hat, will aber die Nase vorne haben. Man sei weiter als die Konkurrenten, so die Berliner. pgl

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