Vorlesung zu energieautarken Gebäuden startet
21.09.2012, 16:27
Die TU Bergakademie Freiberg bietet zum Wintersemester 2012/13 deutschlandweit erstmalig die Vorlesung "Energieautarke Gebäude" an. Sie vermittelt anwendungsorientiert Planungsgrundlagen für die intelligente Eigenversorgung eines Gebäudes mit Wärme, Strom und Mobilität aus Sonnenenergie.
Timo Leukefeld, Dozent und Solarthermie-Experte, initiierte und entwickelte diese Lehrveranstaltung in Zusammenarbeit mit Ulrich Groß, Leiter des Instituts für Wärmetechnik und Thermodynamik an der TU Bergakademie Freiberg, und Stephan Riedel, Physiker und Fotovoltaikexperte. "Die Vorlesung ist unsere Antwort auf die drängenden Fragen zukünftiger Energieversorgung", erläutert Timo Leukefeld das Konzept dieser Lehrveranstaltung. "Wir zeigen Studierenden, wie Häuser so gebaut werden können, dass sie sich energetisch vollständig selbst versorgen und darüber hinaus soviel Energie gewinnen, um auch die Mobilität ihrer Bewohner abzudecken."
Energieautarke Gebäude setzen zur Energieversorgung auf die Nutzung der Sonne. Dazu wandeln sie Sonnenlicht direkt in nutzbare Wärme und Strom um. Beide Energieformen werden im Gebäude selbst gespeichert. Gewinnung, Bereitstellung und Verbrauch von Energie rücken räumlich zusammen.
Im Unterschied zu anderen Gebäudekonzepten, wie dem Passivhaus, dem Null- oder Plusenergiehaus, sind diese Gebäude tatsächlich energieautark. Während die anderen Baukonzepte weiterhin auf einen Anschluss an das öffentliche Stromnetz angewiesen sind, um überschüssige Energie im Sommer einzuspeisen und diese bei Bedarf im Winter wieder aus dem Netz zu beziehen, kommen die energieautarken Gebäude gänzlich ohne öffentlichen Netzanschluss aus.
Intelligente Energiespeicher und Verbrauchssteuerung sind wesentliche Bestandteile dieses Baukonzepts, das seine Bewohner unabhängig macht von der Öl-, Gas- und Stromversorgung, deren Kosten immer weiter steigen.
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